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04. November 2010
Tierisch gutes Programm
Jahreskonzert des Gesangvereins Eschbach / Gemischter Chor besteht seit 40 Jahren.
ESCHBACH. Mit einem bunten, kurzweiligen Programm feierte der Gesangverein Eschbach bei seinem Jahreskonzert in der Alemannenhalle auch den 40. Geburtstag des Gemischten Chores. Mitgestaltet wurde der Konzertabend von Mitgliedern des Gesangvereins Sulzburg, der Chorgemeinschaft Schallstadt-Wolfenweiler-Ebringen und dem Ensemble "Onewallfree's" sowie dem Kinderchor "SuBaDoLa".
"Tierisch gut" kam der Eschbacher Gesangverein unter der Leitung von Simone Brobeil daher. Er hatte kleine und große Tiere in den Mittelpunkt seines Programms gestellt. Den Auftakt machte, nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Horst Bader, Peter Kreuders Evergreen "Ich wollt' ich wär' ein Huhn", gefolgt von dem "Floh, der beißt und sticht" und dem "Käferlied". Den Samtpfoten gewidmet waren "Der rosarote Panther", "The lion sleeps tonight" und "Kann es wirklich Liebe sein" aus dem Musical "König der Löwen". Sonja Hänig begleitete den Chor am Klavier. Mit Unterstützung von Sängerinnen und Sängern aus Sulzburg erklangen später zehn Variationen über Schuberts "Die Forelle".Werbung
Zum eigentlichen Star des Abends avancierte der Kinderchor "Subadola" unter der Leitung von Heidrun Zimmermann. Die 50 Kinder aus Sulzburg, Ballrechten-Dottingen und Laufen eroberten die Herzen des Publikums im Sturm. Da hieß es für die Zuschauer mal Pause machen vom langen Sitzen: "Arme raus, Daumen hoch, Knie und Füße zusammen, Brust raus, Po nach hinten, Kopf hoch und Zunge raus". Was die Kinder auf der Bühne vormachten, ahmten die Erwachsenen im Saal begeistert nach. Mit dem"Rap-Huhn" setzten die jungen Sänger den fröhlichen Schlusspunkt unter ihren zauberhaften Auftritt.
Den Sängern der Chorgemeinschaft Schallstadt-Wolfenweiler-Ebringen unter der Leitung von Thomas Kaltenbach war klar, dass sie es nach dieser fulminanten Darbietung schwer haben würden, das Publikum ebenso zu begeistern. Doch es gelang – mit tollen Stimmen und einem außergewöhnlichen Repertoire, das stets mit einem Augenzwinkern regelrecht inszeniert wurde. Der Männerchor stimmte dazu Johnny Cashs Welthit "Ring of fire" an und Carl Kromers Humoreske "Speisekarte", nach deren Lektüre das Fasten leichter fällt. Herzzerreißend und mitleiderregend wurde Herbert Grönemeyers "Männer", die Hymne für das vermeintliche starke Geschlecht, in Szene gesetzt.
Die gesamte Chorgemeinschaft Schallstadt-Wolfenweiler-Ebringen stimmte "Aus der Traube in die Tonne" an. Anschließend berührte das Schicksal des "Hahns von Onkel Ciacometo" die Zuhörer. Und beim Badnerlied intonierte der Chor die Instrumente einer Blaskapelle. Schwungvoll gab sich zum Abschluss das Ensemble "Onewallfree's". Es begeisterte a Capella mit Frank Zappas "Bobby Brown goes down", Bob Geldofs "I dont't like mondays" oder der Feststellung "Frauen sind anders" und der Zugabe "We will rock you" das Publikum.
Autor: Ingeborg Grziwa
