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26. Januar 2010

Viel Grün für die Schallschutzwand

Eschbacher Rat billigt Pläne für die bauliche Gestaltung

  1. Die Bergstraße in Eschbach bleibt zweispurig befahrbar. Foto: Grziwa

ESCHBACH. Der Bau der Schallschutzwände durch die Deutsche Bahn AG beschäftigte den Eschbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Arbeiten sollen bis Anfang Mai abgeschlossen sein. Daher galt es nun für den Gemeinderat, die bauliche Gestaltung entlang der Bergstraße und an der Fußgängerunterführung sowie den Zugang zum Friedhof festzulegen. Neu gestaltet werden soll auch der Parkplatz gegenüber dem ehemaligen Café Wiesler und der Platz vor dem Anwesen Haffner.

Detaillierte Pläne und Kostenkalkulationen legten Ortsplaner Rudi Lais und Landschaftsarchitekt Peter Jenne dem Ratsgremium vor, das diese auch einstimmig billigte. Für den Bereich Bergstraße bis hin zur Fußgängerunterführung wird eine Stützwand aus Beton mit Profilen und Pflanzlöchern errichtet, erläuterte Lais. Die ursprünglich angedachte Verwendung von farbigem Beton sei aus Kostengründen wieder verworfen worden. Deshalb sei jetzt eine starke Begrünung mit immergrünen Pflanzen vorgesehen. Möglich sei auch ein Streichen der Wand, zumal die Pflanzen Zeit brauchen, um zu wachsen , so Jenne.

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Die Sockel des Fundaments für die Stützwand, deren Höhe Ende des vergangenen Jahres der Grund für eine vorübergehende Einstellung des Baus war, werden jetzt nur noch 15 Zentimeter über den Fahrbahnrand herausgehen.

Die ursprüngliche Idee, die Bergstraße zur Einbahnstraße zu machen, wurde wieder verworfen. Die Fahrbahn wird von der Hauptstraße bis zum Pfarrhaus in beiden Richtungen befahrbar bleiben und als Engstelle mit Vorfahrt für diejenigen, die von der Hauptstraße her kommen, gekennzeichnet. Für den weiteren Verlauf der Bergstraße vom Pfarrhaus bis zur Fußgängerunterführung schlug Lais eine zweispurige Erweiterung der Bergstraße vor.

Im Bereich der Kirche und der Fußgängerunterführung wird die Rampe soweit wie möglich abgeflacht und verlängert. Neu entstehen soll ein kleiner Platz und Ruhebereich mit Grünfläche, die mit Bodendeckern und Stauden bepflanzt werden soll. Gegenüber dem ehemaligen Cafè Wiesler sind 15 Parkplätze geplant. Hier sollen zur Auflockerung sechs Bäume gepflanzt werden. Die Unterführung selbst werde ungefähr die gleiche Höhe haben wie bisher und mit Bodenscheinwerfern beleuchtet, sagte Lais. Die Bahn baut hier die Fundamente und die Treppe. Auch in Richtung Friedhof soll die Rampe verlängert werden. Wie weit das möglich ist, müsse noch genau untersucht werden, so Lais. Auch das vorhandene Geländer müsse dann verlängert, seiner Meinung nach aus Sicherheitsgründen sogar geändert werden. Die Kosten für die geplanten Maßnahmen bezifferte Lais mit rund 80 000 Euro. Allerdings werde hier noch ein Leistungsverzeichnis erstellt und im März eine separate Ausschreibung erfolgen.

Die Pläne für die Bepflanzung stellte Landschaftsarchitekt Peter Jenne vor. Der vorhandene wilde Bewuchs an den Böschungen außerhalb der Kernzone soll erhalten bleiben. An den Böschungen in der Kernzone sei dagegen eine intensivere, möglichst pflegeleichte, mediterrane Bepflanzung mit Zypressen und robustem blühenden Unterwuchs geplant. Die Kosten, inklusive Bäumen auf dem Parkplatz und den Kletterpflanzen an der Stützmauer, bezifferte Jenne auf rund 28 000 Euro. Darin seien aber nicht die Kosten für die Pflanzarbeiten enthalten, die, bei professioneller Ausführung, bis zu 15 000 Euro betragen könnten. Die Alternative hierzu sei eine bürgerschaftliche Pflanzaktion unter tatkräftiger Mithilfe der Bauhofmitarbeiter.

Alle Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Eschbach, die sich daran beteiligen möchten, sind dazu am 13. März aufgerufen, ließ Bürgermeister Harald Kraus wissen.

Autor: Ingeborg Grziwa.