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15. Juli 2010
Witec AG übernimmt die Firma Sauter
Inhaber setzt sich zur Ruhe.
ESCHBACH (BZ). Die Witec AG, Spezialistin für die industrielle Blechbearbeitung und Schweißkonstruktionen in Heitersheim, hat zum 1. Juli die Produktion der Gottfried Sauter GmbH in Sulzburg übernommen und führt diese als Sauter Metalltechnik GmbH an ihrem Standort im Gewerbepark Breisgau weiter.
Damit erweitert die Witec AG ihr Leistungsspektrum in den Bereichen Metallbau/Schlosserei, Apparatebau und Feinblechbau. "Wir übernehmen alle fünf Mitarbeiter und verlegen den gesamten Maschinenpark in unsere bestehende Produktionshalle im Gewerbepark", sagt Jürgen Morath, Vorstand von Witec. Der Grund ist, dass sich der bisherige Inhaber Gottfried Sauter nach rund 30-jähriger Selbstständigkeit in den Ruhestand zurückziehen will. Das Hallengebäude und das Grundstück in Sulzburg gehen an eine benachbarte Firma.
Mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres zeigt sich Jürgen Morath zufrieden. Witec habe sich dank zukunftsweisender Investitionen in moderne Blechbearbeitungsmaschinen gut im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten können. "Wir waren gestärkt in die Wirtschaftskrise gegangen. Im Vergleich zu vielen unserer Wettbewerber mussten wir nicht kurzarbeiten oder Mitarbeiter entlassen", so Jürgen Morath. Ihm zufolge verzeichnet der mittelständische Betrieb mit 25 Beschäftigten einen Umsatz von acht Millionen Euro nach einem Rekord von neun Millionen Euro im Jahr 2008. Die Kunden von Witec kommen überwiegend aus dem Fahrzeug-, Kran-, Maschinen- sowie Anlagen- und Stahlbau.
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Aus Sicht von Morath ist eine Prognose über die weitere Entwicklung derzeit immer noch schwierig. Zwar habe sich der Auftragsbestand gegenüber dem Rekordjahr auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert. Die schwache Konjunktur habe aber wegen der stark gewachsenen Kapazitäten in der Branche zu einem Preisdruck geführt. Deshalb konzentrierte sich Witec darauf, die eigenen Stärken, die in den breiten Fertigungsmöglichkeiten sowie in der schnellen Reaktionszeit liegen, mit Investitionen von 550 000 Euro weiter zu entwickeln. So wurde eine ESAB-Plasma-Zuschnittsmaschine für das Fasenschneiden bei großen Materialstärken bis 40 Millimeter in Betrieb genommen. "Wir beschäftigen uns intensiv mit Sonderlösungen im schweren Blechbereich", sagt Witec-Vorstand Morath weiter. Dazu gehört als besondere Spezialität das Kaltverformen von Stahl. Um diesen Bereich zu stärken, wurde die 3600-Tonnen-Gesenkbiegepresse ausgebaut. Damit können jetzt Bleche mit einer Materialstärke von bis zu 80 Millimeter bearbeitet werden. Die Presse gilt als einer der größten und modernsten ihrer Art in Europa.
Ein weiteres wichtiges Standbein sind spezielle Fertigungsmöglichkeiten für Verschleißteile.
Autor: bz
