Bakterien im Trinkwasser von Ettenheimmünster

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Mi, 27. September 2017 um 18:05 Uhr

Ettenheim

Im Trinkwassernetz von Ettenheimmünster, einem Ortsteil von Ettenheim sind Kolibakterien entdeckt worden. Das Wasserwirtschaftsamt hat die Desinfektion angeordnet.

Das Landratsamt hat am Mittwoch die Desinfektion des Trinkwassers mit Chlor im Versorgungsnetz von Ettenheimmünster angeordnet. Im Trinkwasser, das aus den Quellen im Münstertal kommt, ist es zu bakteriellen Verunreinigungen gekommen. Die Ursachen sind noch nicht geklärt, sagte Tiefbauchef Udo Schneider gestern auf Anfrage der BZ. Die Versorgungsnetze von Münchweier, Wallburg oder der Kernstadt seien nicht betroffen.

Erste Verunreinigungen waren bei routinemäßigen Probungen in der vergangenen Woche aufgetaucht. Da nicht auszuschließen war, dass die Kontamination mit Kolibakterien ursächlich mit heftigen Regenschauern im Münstertal (Dörlinbacher Grund) in Zusammenhang stehen und Quellen verunreinigt wurden, wurden über mehrere Tage weiter Proben gezogen. "Am Montag dieser Woche hat sich dann der Verdacht bestätigt und am Dienstag das Wasserwirtschaftsamt als zuständige Behörde schließlich die Desinfektion angeordnet," erklärt Schneider. Noch sei nicht unklar, wie es zur Verunreinigung des Quellwassers kommen konnte, so Schneider weiter. Da derzeit in der Wasserförderanlage eine Entsäuerungsanlage neu installiert werde, könne bei gleichzeitigem Starkregen verunreinigtes Wasser ins Leitungsnetz gelangt sein. Eine andere Ursache könne auch sein, dass an einer Stelle im Netz gearbeitet wurde. Schließlich sei auch nicht auszuschließen, dass durch falsche Bedienung einer häusliche Brauchwasseranlage es zur Verunreinigung gekommen ist. Lediglich Möglichkeit zwei (Arbeiten am Netz) könne inzwischen, so Schneider, ausgeschlossen werden. Von solchen Arbeiten ist der Stadt nichts bekannt.

Von Donnerstag an wird Chlor eingebracht

Auf Anordnung des Wasserwirtschaftsamtes wird von Donnerstagvormittag an durch eine Spezialfirma das Trinkwassernetz gechlort. Der Prozess dauert rund 14 Tage. In dieser Zeit werde das Leitungsnetz mehrmals gespült und täglich mehrfach Proben gezogen. Durch die Desinfektion könne es zu leichten Geruchs- oder Geschmacksveränderungen im Trinkwasser kommen, erklärt Schneider. Gesundheitliche Bedenken bestünden aber nicht, das Trinkwasser könne weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Landratsamt und Stadt werden informieren, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist und nicht mehr zusätzlich desinfiziert werden muss, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Tiefbauamt.