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04. Dezember 2015

Barrierefrei und transparent

Rohbau der Grundschulerweiterung steht / Millionenprojekt ist im Kosten- und im Zeitplan.

  1. „In Erfüllung gehen alle Träume, die Grundschule hat bald neue Räume“ sang der Fünftkläßlerchror unter der Leitung von Stefan Kiefer (rechts) beim Richtfest in der Grundschule. Foto: Olaf Michel

  2. Das hat Tradition: Richtspruch vom Dach der Grundschule. Foto: Olaf Michel

ETTENHEIM (ksc). Sichtlich Spaß hatten die Fünftklässler am August-Ruf-Bildungszentrum, die als wahre "Ohrwürmer" mit ihrem Musiklehrer Stefan Kiefer die musikalisch-frohe Ouvertüre zum Richtfest der Grundschule gestalten durften, Freude stand auch all jenen ins Gesicht geschrieben, die sich vor dem schulischen Erweiterungsbau in der Freiburger Straße eingefunden hatten. "In Erfüllung gehen alle Träume, die Grundschule hat bald ganz viel Räume" – und zwar, wie es aussieht, rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres 2016/17. Und was dabei den Bürgermeister besonders erfreut: voll und ganz im kalkulierten Kostenrahmen.

Bruno Metz war denn auch mit dem "sechs Monate alten Baby" zufrieden. Seine Hochachtung und sein Dank galten allen "Vätern" (und natürlich Müttern) dieses heranwachsenden Prachtkindes: der Werkgruppe Lahr für Planung und Projektleitung, den Fachplanern, den am Bau beteiligten Firmen, dem Stadtbauamt, dem Gemeinderat, der Schulleitung, der Schulbaukommission. Nach Vollendung des Erweiterungsbaus würden die Möglichkeiten des Ganztagsbetriebs wie des Regelunterrichts gewaltig erweitert: Stichworte: Mensa, Ruheräume, Lernatelier, Lese- und Bewegungsräume.

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Den Worten des Bürgermeisters schlossen sich auch BiZ-Schulleiterin Beate Ritter sowie Grundschulleiterin Heidrun Tschirwa an. "Es lacht das Herz", befand Beate Ritter, wenn sie den reibungslosen Fortgang und das Entstehen des Neubaus betrachte – und Heidrun Tschirwa verriet, wie man seitens Schule und Elternschaft schon fest am gedanklichen Ausgestalten des neuen Schulareals ist, das auf allen Ebenen barrierefrei zugänglich und mit dem Altbau aus dem Jahr 1912 verbunden ist. Tschirwa sprach von "einem tollen Miteinander" aller, die vom Neubau tangiert sind.

Ein Mitarbeiter der Baufirma Späth, assistiert von Capo Schorsch Metz sprach dann den Richtspruch aus: "Das ist ein besonderes Haus, ohne das kommt keiner aus", befand er in launigem Reim – ehe die beiden ihre Trinkgläser zu Boden warfen – Scherben sollen ja bekanntlich Glück bringen.

Ein anschließender Rundgang mit Projektleiter Adelbert Hassler zeigte dann überzeugend, warum sich alle Beteiligten über das entstehende Werk freuen. Trotz Beton, trotz einer Nutzfläche, die für sechs Einfamilienhäuser reichen würde, trotz respektablen 5800 Kubikmetern umbautem Raum: Alles wirkt sehr transparent. "Ein weiches, fließendes Konzept", beschrieb Carl Langenbach von der Werkgruppe Lahr den Neubau, der nicht nur mit 90 Grad-Winkeln, schnurgeraden Fluchten, rechtwinkligen Klassen- und Funktionsräumen bestückt ist. Und immer wieder von den Gästen bewundert: Die Erhaltung der mehr als hundert Jahre alten Linde inmitten des Schulhofes.

Dass der unerwartete Fund von Weltkriegsmunition, das Anrücken des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes und die vorübergehende Evakuierung der Grundschüler die einzige unangenehme Überraschung in der bisherigen Bauphase war, weiß Projektleiter Hassler zu schätzen. Für ihn hat auch die Verschiebung des Neubaus um einen Meter von der bergwärts führenden Straße Im Saal nach Norden hin von vorneherein etliche mögliche Schwierigkeiten ausgeräumt.

Autor: ksc