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16. April 2012

Botschafterinnen des Weins

Weinhoheiten machten auf ihrer Tour durch Breisgauer Weingüter und Winzergenossenschaften Station in Ettenheim.

  1. Die Weinhoheiten machten auf ihrer Tour auch in Ettenheim Station. Foto: sandra decoux-kone

ETTENHEIM. Eine Tour der hat am Samstag am vergangenen Samstag in Ettenheim Station gemacht. Eine Gruppe von Weinköniginnen und Weinprinzessinnen ist unterwegs gewesen im Weinbaugebiet Breisgau mit Stationen in Heuweiler, dem Glottertal und zum krönenden Abschluss in Ettenheim. Das nicht gerade strahlende Wetter haben die dafür umso mehr strahlenden Damen mit Charme und Weinkompetenz kompensiert.

Der Vorsitzende der Winzergenossenschaft Ettenheim, Dietrich Jörger, begrüßte die Damen bei ihrem Stopp am Aussichtsturm Ettenheim. Zur Verkostung gab es weißen Muscaris Secco sowie roten Erosecco. Auch Bürgermeisterstellvertreter Manfred Siegmund sowie der stellvertretende Bereichsvorsitzende Georg Moosmann zeigten sich angetan von diesem gelungenen Auftakt zur Weinmesse übernächste Woche. "Momentan ist ja eher die arbeitsarme Zeit im Weinbau", berichtete Moosmann, "alle Winzer richten jetzt die Keller her, bevor es wieder so richtig losgeht." Daher war der Zeitpunkt für die Tour der Weinhoheiten ideal.

"Sie präsentieren unsere Weine mit Sachverstand und Charme"

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"Als Bereichsvorsitzender und Reiseleiter darf ich heute den ganzen Tag mit netten Damen unterwegs sein und gute Weine verkosten", freute sich Dietrich Jörger und erklärte den Sinn der Veranstaltung: "Wäre irgendwer gekommen, wenn ich hier ganz allein etwas über Wein erzählt hätte? Die Damen lernen heute die unterschiedlichsten Weine von verschiedenen Weingütern und Winzergenossenschaften kennen, nehmen an Betriebsführungen Teil und präsentieren unsere Weine mit Sachverstand und Charme."

Eine der Teilnehmerinnen war die ehemalige Bodenseeweinprinzessin Christina Schellinger (21). Sie berichtete vom Auftakt der Tour um zehn Uhr im Weingut Gehrihof in Heuweiler mit Sektempfang: "Wir waren dort bei Elvira Strecker, der amtierenden Weinprinzessin Breisgau, zu Gast und haben Weine verkostet. In der Winzergenossenschaft Glottertal gab es eine Betriebsbesichtigung und im Weingut Huber Häppchen mit Rot- und Weißweinen." Den ganzen Tag mit dem Bus zu unterschiedlichen Winzern unterwegs zu sein, fand sie spannend, da jeder Winzer seinem Produkt seinen ganz eigenen Stempel aufdrücke.

Schellinger hat ein Jahr lang die Bodenseewinzer vertreten und Menschen auf Weinproben und Messen für die Produkte aus ihrer Heimat begeistert. Sie erklärte die Aufgaben einer Weinprinzessin: "Das ist nicht nur einfach so ein Präsentationsamt mit Kleidchen und Krönchen. Man muss die Fachbegriffe kennen, die Weinsorten herausschmecken und wissen, welcher Wein zu welchem Gericht und zu welcher Tageszeit passt."

Dass sie das alles auch nach Abgabe ihres Amtes beherrscht, zeigte sie anhand des roten Eroseccos eindrucksvoll: "Secco ist eher schwer zu verkosten, weil er wegen der Kohlensäure nicht schwenkbar ist, aber er perlt weniger als Sekt. Die Farbe, die der Regent gibt, ist schön, und durch den Spätburgunder wirkt der Secco kräftig. Ich würde ihn eher am Abend trinken, aber trotz der Schwere ist er auch sehr erfrischend."

Der ereignisreiche Tag klang am Samstagabend für die Weinhoheiten in Ettenheim im Weingut Weber aus mit einer Betriebsführung und anschließendem Abendessen.

Autor: Isabelle Konnegen