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06. Februar 2012
Den Narren wird die Messe gelesen
Mit einer Narrenmesse, einem Nacht- und einem Jubiläumsumzug feiert die Narrenzunft aus Ettenheimweiler ihren 33. Geburtstag.
ETTENHEIM-ETTENHEIMWEILER. Minus acht Grad Celsius, jedoch strahlender Sonnenschein: Das hat am Sonntag dann doch zahlreiche Besucher zum Jubiläumsumzug der Narrenzunft Wölfe aus Anlass des 33. Geburtstages angelockt.
Schon am Vormittag trafen sich einige Akteure zur Narrenmesse, die ein ungewohnt buntes Bild in der Kirche bot. Pfarrer Hans-Georg Dietrich hatte seine Predigt dem närrischen Anlass angepasst, in Reimen die Bibelgeschichte vom verlorenen Sohn modernisiert und die eine oder andere Ermahnung eingeflolchten: "Sauft nicht zu viel, lasst von den Mädchen brav die Pfoten." Zum intonierten Fasnachtslied "Wir kommen alle, alle in den Himmel" wurde in den Kirchenbänken kräftig mit gesungen und geschunkelt.Beim Umzug mit 31 Narren- und Musikgruppen präsentierte sich den Zuschauern ein typisch alemannisches Fasentsbild. Alle Ettenheimer Stadtteile waren närrisch vertreten. Da wackelte auch der Kommentatorenwagen mit dem früheren Oberzunftmeister Peter Seiler am Mikrofon und seinem Amtsnachfolger Thomas Klein beim Schunkeln schon mal gehörig, denn irgendein Narr hatte wohl die Bremse gelöst. Seiler zeigte sich bestens gelaunt und wohl informiert: zum Beispiel dass der Bürgermeister von Kappel-Grafenhausen mit seinen norddeutschen Wurzeln bei den Narrenrufen wohl noch etwas üben müsse.
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Überall an der langen Dorfstrecke konnten sich Aktive und Zuschauer an kleinen Buden, Zelten und Hofsstationen verköstigen, besonders gefragt angesichts der Temperaturen war Glühwein. Die Einwohner von Ettenheimweiler hatten bei diesem Jubiläum mitgezogen: Gastfreundschaft war im Narrendorf ganz groß geschrieben. Die Sanitäter, die mit ihrem Wagen den Abschluss des einstündigen Umzugs bildeten, gaben sich ebenfalls fasnächtlich und kreierten den neuen Narrenruf: "Rot – Kreuz".
Bereits am Freitagabend waren rund 400 Narren beim Nachtumzug durch die dunklen Gassen von Ettenheimweiler zogen. Um dem Motto "Schauriger Nachtumzug" gerecht zu werden, hatten die Anwohner der Umzugsstrecke sowie die Dekorateure der Zunft Häuser und Vorgärten mit Skeletten, Geistern, Spinnennetzen und gruseligen Gestalten geschmückt. Die Teilnehmer am Nachtumzug waren aus der Region, unter anderem die befreundeten Vereine aus der Südringvereinigung. Für die musikalische Stimmung während dem Umzug sorgten der Fanfarenzug Rust, die Drums and Guns aus Altdorf sowie die Ettenheimer Suffoniker. Selbst eine Stromstörung, durch welche weite Teile von Ettenheimweiler lahm gelegt waren waren, konnte der guten Stimmung im Dorf keinen Abbruch tun. Bis zum Tagesanbruch feierten die Narren ausgelassen im Festzelt und im Vereinshaus.
Autor: Michael Masson und Silke Kabisch


