Ettenheim

Eine Bayerin leitet jetzt die VHS

Klaus Schade

Von Klaus Schade

Fr, 11. Januar 2019 um 16:39 Uhr

Ettenheim

Die 36-jährige Carola Goetsch steht seit dem 1. Januar an der Spitze der Außenstelle Ettenheim .

Seit dem 1. Januar hat die Außenstelle Ettenheim der Volkshochschule Lahr eine neue Leiterin: Carola Goetsch. Mit der Neubesetzung endet eine halbjährige Vakanz in der Ettenheimer Außenstellenleitung, nachdem die bisherige Leiterin, Susanne Dippel-Mietz, im Sommer nach vier Semestern ihr Amt niedergelegt hat.

Die 36-Jährige wird die Außenstelle erstmals als festangestellte Mitarbeiterin leiten. Sie hat eine halbe Stelle, was 19,5 Wochenstunden entspricht, und ist bei der Stadt Lahr angestellt. Die Stelle wird von der Stadt Ettenheim co-finanziert. Das Angestelltenverhältnis nebst Finanzierungsmodell ist zunächst auf zwei Jahre befristet und vereinbart. Zuvor wurde die Weiterbildungseinrichtung 48 Jahre lang auf Honorarbasis geführt, so wie das weiterhin auch in den anderen acht Außenstellen der VHS Lahr der Fall ist.

Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist bei Carola Goetsch im Gespräch erkennbar.

Ideen in das Programm mit seinen über 200 Veranstaltungen im Jahr einzubringen, Kontakte zu knüpfen mit Teilnehmern, Dozenten und potenziellen Veranstaltungspartnern – "das reizt mich", so Goetsch. Seit Sommer 2016 lebt sie mit ihrer Familie in Ettenheim. Organisieren liege ihr, so die gebürtige Bayerin, die nach ihrem Abitur Betriebswirtschaft und Sprachen studierte und danach für ein mittelständisches Unternehmen in München im Bereich Vertrieb und Export Kunden im Ausland betreute.

Als junge Mutter dreier Kinder werde sie ihr Augenmerk bei der Programmgestaltung verständlicherweise auch auf jüngere Menschen lenken, ohne dabei an der Kontinuität des Ettenheimer VHS-Profils zu rütteln. Nachfrage und Angebot wolle sie zusätzlich über eine Art Ideenbörse – diese soll über die VHS-Email-Adresse vhs-ettenheim@lahr.de eingerichtet werden – neu beleben und hierüber eine aktive Beteiligung von Interessierten erreichen. Auf der Webseite der Zentrale in Lahr (http://www.vhs.lahr.de ist das Frühjahr/Sommer-Programm der VHS ab 18. Januar online gestellt.

Carola Goetsch ist im 48-jährigen Bestehen der VHS-Außenstelle Ettenheim nunmehr die fünfte Leitungskraft. Im Herbst 1971 wurde die Außenstelle Ettenheim als neue Außenstelle der VHS Lahr eingerichtet und löste dabei das zuvor bestehende Volksbildungswerk (1962 von Philipp Harden-Rauch ins Leben gerufen; später dann von Amtsrichter Walter Kießling geleitet) ab.

Erster VHS-Leiter war Leo Haas

Erster VHS-Außenstellenleiter war der Lehrer Leo Haas, der im Startsemester neun Veranstaltungen anbot, im Folgesemester 17. Kontinuierlich wuchs der Umfang des Programms in den folgenden Jahren, nicht zuletzt auch durch die Eingemeindungen der umliegenden Ortschaften.

Als Haas zum Beginn des Jahres 1990 die Leitung an seinen Nachfolger Klaus Schade übergab, umfasste das Ettenheimer VHS-Programm bereits rund 90 Veranstaltungen pro Jahr. Diese Zahl verdoppelte Schade bereits im ersten Jahr – und in der Folge standen jährlich über 200 Veranstaltungen zu Buche. Schmerzlich angesichts der großen Akzeptanz und Resonanz des Angebots deshalb, als sich der Ettenheimer Gemeinderat 1995 gezwungen sah, wegen schwieriger städtischer Finanzlage die jährliche Höchstgrenze auf 150 zu "deckeln" – glücklicherweise eine nur kurzfristig begrenzte Maßnahme, nach der das Programmvolumen dann wieder auf über 200 ansteigen konnte – und dies bis zum heutigen Tag so blieb.

Zum Herbstsemester 2008 löste dann Heike Labusga ihren Vorgänger Klaus Schade in der Außenstellenleitung ab, übte dieses Amt bis zum Sommer 2016 aus, ehe sie, gleichzeitig Leiterin der Stadtbücherei, bei der Stadt für den Bereich der Flüchtlingsunterkunft und -betreuung eine zusätzliche Anstellung bekam. Letzte Außenstellenleiterin Ettenheims war dann Susanne Dippel-Mietz (2016-2018), ein Semester lang von Stefanie Schmidt in der Leitung unterstützt.