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09. Februar 2012
Fasnächtliche Moritaten
Bei den Muettersprochlern.
ETTENHEIM (BZ). Zu einem Abend voller närrischer Fröhlichkeit hatte die Vorsitzende der Muettersproch-Gruppe Rund um dr Kahleberg, Christel Mösch, die Mundartdichterin Bärbel Brüderle aus Villingen eingeladen.
Brüderle führte sich mit einer Moritatenschau mit selbstgemalten Bildern und eigenen Texten über die Fastnachtszeit närrisch ein. Mit viel schauspielerischem Talent trug sie den Loriot-Sketch "Die englische Ansage" vor. Eigenheiten des Dialekts kehrte sie heraus, als sie sich über die Redensart "gesagt ist gesagt" ("gsait isch gsait") ausließ. Auch Texte von Walter Fröhlich und Stefan Pflaum, bekannte alemannische Heimatdichter, hatte sie im Repertoire. In der Pause spielte Hans-Peter Glanzmann auf dem Akkordeon Fastnachtsmelodien. Die Babelottensingers bereicherten den Abend mit mehreren Auftritten und wurden mit freundlichem Applaus belohnt.
Bärbel Brüderle erzählte weiter von einem Bürgermeister, der während der Vorbereitung einer Rede seinen Schlips zu binden versuchte und dabei immer wieder von seiner Frau und dem Telefon unterbrochen wurde. Die dabei entstandene kuriose Rede sorgte für große Heiterkeit. Neben anderen Gedichten und Geschichten gab sie weitere Moritaten mit eigenen Bildern zum Besten. Sie bestritt dabei alle Vorträge des Abends aus dem Gedächtnis und benötigte keinen Spickzettel.
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Mit großem Beifall bedankten sich die zahlreichen Zuhörer bei Bärbel Brüderle. Gisela Hummel erinnerte an den nächsten Stammtischabend der Muettersproch-Gsellschaft am 2. April im Gasthaus Löwen in Rust. Zu Gast wird die Markgräfler Mundartdichterin s Breite Lieseli sein. Zwei Tage zuvor, am 31. März, lädt die Muettersproch-Gruppe zu einem Theaterabend in das Bürgerhaus in Ringsheim ein. Dort wird die Theatergruppe des SV Ettenheimweiler das Stück "Ein Loch in der Wand" aufführen.
Autor: bz
