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07. Oktober 2009

Humor und wache Augen

Otto Meyer beim Stammtisch

ETTENHEIM (bw). "Halte sie in Ehren hoch, unsere schöne Muettersproch." Mit diesen Worten führte sich der Mundartdichter Otto Meyer aus Endingen beim Herbststammtisch der Muettersproch-Gsellschaft Rund um de Kahleberg ein.

Einen schönen Abend hatte die Vorsitzende Christel Mösch versprochen, als sie Otto Meyer in der vollbesetzten Grafenhofschänke begrüßte. Der Dichter geht mit wachen Augen durchs Leben und versteht es, Begebenheiten aus dem Alltag zu glossieren. So hatte er sich auch Gedanken um die Rechtschreibreform gemacht, die er teuer und unnötig fand, weil die Menschen doch so schreiben wie bisher und jeder es versteht.

In einer Auswahl seiner Gedichte beschäftigte sich Otto Meyer immer wieder mit dem täglichen Leben, dem Umgang miteinander und der Freundlichkeit zueinander. In humoriger Form warnte er jedoch vor dem alten Grundsatz, dass der, der sich nach allen Seiten verneige, jedem einmal sein Hinterteil zeige. Die Reben benutzte er in fast allen seinen Gedichten als Leitfaden und der Jahreszeit gemäß räumte er dem Wein einen breiten Raum ein. In seinen Gedanken spürte man eine starke Verbundenheit und Liebe zu seiner alemannischen Heimat und Mundart. Dabei erinnerte er unter anderem an den alten Brauch des "z Licht goh", als die Nachbarn mit Einbruch der Dämmerung zusammen kamen und mit Unterhaltung und Gesang den Tag ausklingen ließen. Mit herzlichem Beifall bedankten sich die Zuhörer bei Otto Meyer.

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Beim Nikolausstammtisch am 7. Dezember im Gasthaus Rebstock in Ettenheim-Münchweier wird der einheimische Mundartkünstler Martin Winterhalter seine Gedichte vortragen. Zuvor beteiligt sich die Mundartgruppe am Weihnachtsmarkt in Ettenheim am 27. November mit einem Stand.

Autor: bz