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10. Juni 2010

Mundart wird immer weniger

Laugner beim Stammtisch .

ETTENHEIM (bw). Besuche elsässischer Freunde zählen zu den Höhepunkten der Stammtischabende der Muettersproch-Gsellschaft "Rund um dr Kahleberg". Das galt auch für den Auftritt des Mundartdichters Maurice Laugner aus Andlau.

Der ehemalige Lehrer und Bürgermeister aus Andlau stellte fest, dass es Freude mache, auch jenseits des Rheins für seine elsässische Mundart aufmerksame Zuhörer zu finden. Er bedauerte, dass in seiner Heimat diese Sprache immer mehr verschwinde. Meist seien es ältere Leute, die die Mundart noch pflegten, jüngere Personen und Zugezogene hätten aber kein Interesse mehr. Trotzdem gebe es zum Glück immer noch Heimatdichter, Liedermacher und Theaterleute, die die alte elsässische Sprache weiter benutzten und so vor dem Aussterben bewahrten.

Aktuell beschäftigte er sich dem zurückliegenden Nato-Gipfel in Straßburg und der Wirtschaftskrise: "Die Sache ging in die Hose, bei Euch do driwe, wie bei uns Franzose", stelle Laugner dazu fest. Sehr anschaulich schilderte er seine Erlebnisse bei einer im Elsass sehr beliebten kulinarischen Wanderung mit Verpflegung, bei der weniger das Wandern, sondern die Verkostung der angebotenen Weine und der Speisen im Vordergrund stehen. Was alles auf dem Grümpelmärkt – dem Flohmarkt – angeboten wird, davon hatte Laugner eine lange Liste gefertigt, die er in lustigen Reimen vortrug. Als Zugabe gab es ein Gedicht über den Teilnehmer einer Bannprozession, der kritisch die Äcker der Nachbarn bewertete.

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Der nächste Stammtisch ist am 2. August in der Gaststätte auf dem Heuberg.

Autor: bz