Rockig und verträumt für Rumänien

ib

Von ib

Mo, 05. Februar 2018

Ettenheim

Die Golden Harps sammelten Spenden für den Förderverein "Hilfe für Menschen".

KIPPENHEIM (ib). So schön kann die Verkündung des Evangeliums klingen, wenn die Golden Harps mit ihrer Band auftreten. Der Chor trat am Samstagabend in der evangelischen Kirche zugunsten eines Projekts des Ortenauer Fördervereins "Hilfe für Menschen" auf. Fast zwei Stunden begeisterten Sänger und Band mit ihren Gospelsongs das Publikum in der vollbesetzten Kirche.

Seit 20 Jahren setzt sich der Förderverein für Menschen aus Rumänien ein, die in großer Armut leben. Ein Projekt ist die Einrichtung einer Sozialkantine in Aninoasa. Dort erhalten zwischen 25 und 30 Kinder aus sozial schwachen Familien ein Mittagessen und Betreuung. Ziel ist es, Kindern aus sozial schwachen Familien eine Zukunftsperspektive zu bieten. Gerne würde der Verein hier seine Kapazitäten aufstocken, damit um die 60 Kinder betreut werden können. Dies müsse allerdings finanziell dauerhaft gesichert sein, sagte Elke Rudolf vom Förderverein bei der Vorstellung. Dafür haben sich nicht erst am Samstag die Golden Harps fest ins Zeug gelegt. Damit Kosten im Vorfeld wie zum Beispiel Druck und Technik gedeckt werden konnten, halfen Sponsoren aus. Man will, dass hundert Prozent der Einnahmen aus dem Abend an den Förderverein gehen, sagte Dirigent Friedhelm Matter.

Seit 1997 touren die Sängerinnen und Sänger der Golden Harps durch Baden-Württemberg und angrenzende Regionen. Mit ihren Auftritten verknüpfen sie die Verkündung des Evangeliums und wollen den Menschen Mut und Hoffnung machen. Miteinander schaffen Band und Sänger eine Harmonie, die die Zuhörer mitreißt. So auch in der evangelischen Kirche. Vor dem Altarraum hatten sich knapp 30 Sänger und Musiker mit ihrem Dirigenten Friedhelm Matters versammelt. Das große Licht in der Kirche blieb aus, angestrahlt wurden Chor und Band. Schon optisch waren mit Beleuchtung und Kleidung vornehmlich in schwarz und rot eine Wirkung gesetzt.

Vor allem akustisch war es ein Genuss. Man merkte, dass Band und Sänger mit Herz und Überzeugung bei der Sache waren. Mit zur Stimmung trugen auch die einen und anderen persönlichen Worte bei, mit denen sich der Dirigent ans Publikum wandte. So zum Beispiel bei "Give us peace", dem Titelsong der gleichnamigen CD. Hier sei der Wunsch nicht nur auf Konflikte und Kriege in der ganzen Welt bezogen, wie Matter sagte. Denn Frieden könne man auch im täglichen Miteinander und am Arbeitsplatz brauchen.

Die Golden Harps haben sich dem modernen Gospelsong verschrieben. Unter dem Stichwort "Contemporary Gospel" sangen sie Stücke, die Elemente aus Jazz, Pop, Blues und R & B umfassen. Zum Auftakt klang es mit dem "Hallelujah salvation and glory" noch getragen und besinnlich. Von der Liebe zu und von Gott handelte es, wenn der Chor von der Liebe sang. Dann klang wieder ein fröhliches Lied zum Mitklatschen an. Rockig angehaucht war "It’s a highway to heaven". Und auch Klassiker wie "Ain’t no mountain high enough" und "Lean on me" waren zu hören.