Spaziergang durch Windpark

Olaf Michel

Von Olaf Michel

Mi, 06. Juni 2018

Ettenheim

Die Bürgerenergie Ettenheim hatte am Montagabend zu einer Besichtigung eingeladen.

ETTENHEIM. Zu einem abendlichen Spaziergang in den Bürgerwindpark Südliche Ortenau hatte am Montag die Ettenheimer Bürgerenergie eingeladen. Etwa 20 Gäste waren gekommen, darunter Mitglieder der Bürgerenergie, aber auch Interessierte.

Pünktlich um 19 Uhr ging es mit vier Autos los. Die Fahrzeuge hatten eine Genehmigung der Stadt erhalten, bis zur Ettenheimer Hütte zu fahren. Von da an ging die Gruppe, begleitet von den Vorstandsmitgliedern der Genossenschaft Jörg Bold, Bob Hopmann und Bernhard Weißmüller, zu Fuß Richtung der Windanlage Nummer 6. Auf dem Weg im Wald hörte man schon das Geräusch des Windrads im Betreib. Auf der Handy-App eines Teilnehmers wurde ein Geräuschpegel von 45 dB angezeigt – wobei das Vogelgezwitscher und das Blätterrauschen lauter waren als das Windrad. Natürlich tauchte die Frage des Lärmschutzes auf. Jörg Bold und seine Vorstandskollegen zeigten sich bei diesem Thema aber zuversichtlich und verwiesen auf die laufenden Gutachten.

Windräder schalten sich für Fledermäuse selber ab

Am Zielpunkt angekommen, zeigte Jörg Bold mit seinem Laptop, welche Leistung die Anlage liefert. Zum Zeitpunkt der Besichtigung waren es 300 000 Kilowattstunden an diesem Tag. "Das ist ein guter Wert", meinte Bold angesichts eines aus Nord-Ost kommenden Windes mit einer Geschwindigkeit von vier Metern pro Sekunde. Die Frage, weshalb immer wieder Räder stillstehen, klärte Jörg Bold auf: Die Anlagen werden gewartet, es gibt zu wenig Wind oder es hat sich die Fledermausabschaltung eingeschaltet. Von März bis November sind in der Nähe der Windkraftanlage viele Fledermäuse unterwegs und deshalb werden einige Windräder zu unterschiedlichen Zeiten kurz vor Sonnenuntergang heruntergefahren und nach Sonnenaufgang wieder eingeschaltet.

Schon auf der Fahrt zur Ettenheimer Hütte und auch bei dem etwa vier Kilometer langen Rundgang konnten die Besucher sich überzeugen, dass die vor Baubeginn veränderte Wegführung und die gerodeten Waldgebiete sich gut erholten und schon wieder bewachsen sind. Nach gut zwei Stunden ging es zurück zur Ettenheimer Hütte, wo bei einem Getränk noch die eine oder andere offene Frage geklärt werden konnte.

Weitere Informationen unter http://www.ettenheimer-buergerenergie.de