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03. Juli 2009 18:47 Uhr

Südbadisches Regionalprodukt

Export: Schwarzwälder Schinken beliebt wie nie

Der Schwarzwälder Schinken erobert Europa:Im vergangenen Jahr stieg der Export um 45 Prozent. Er ist damit der meist verkaufte Rohschinken des Kontintents.

  1. Der Renner: Schwarzwälder Schinken Foto: fotolia.com/Yvonne Bogdanski

1,1 Millionen Schinken gingen ins Ausland. Das sind 16,5 Prozent der insgesamt verkauften Schinken.

Die maßgebliche Einheit für den Verband ist die Zahl der Schinken. Und die steigt seit Jahren kontinuierlich: von 4,1 Millionen Stück im Jahr 1998 auf 6,8 Millionen im vergangenen Jahr, ein Rekord. Wie viel Umsatz mit den 40 000 Tonnen Schinken erwirtschaftet wurde, konnte der Verband nicht sagen. Der Verbandsvorsitzende Hans Schnekenburg führt die Entwicklung auf die Expansion der deutschen Handelskonzerne im Ausland zurück. 80 Prozent des Schwarzwälder Schinkens, in Deutschland der meistverkaufte Rohschinken, wird im Einzelhandel abgesetzt, vor allem bei Discountern.

Der Schutzverband, dem 90 Prozent der Schwarzwälder Hersteller angehören, wurde vor 20 Jahren gegründet. Er sieht seine Aufgabe in der Qualitätssicherung des Produkts, dem Schutz der Marke und der Werbung dafür. Darin sei man erfolgreich gewesen, klopften sich die Vorstandsmitglieder gestern gegenseitig auf die Schultern. Während früher "Schwarzwälder Schinken" in allen möglichen Bundesländern und sogar in den Niederlanden produziert worden sei, ist das heute nur noch im Schwarzwald selbst erlaubt. Seit 1997 schützt ein EU-Gesetz die Herstellung in der Region und legt Qualität und Herstellungsmethode verbindlich fest. Schwarzwälder Schinken heißt jedoch nicht, dass auch die Schweine aus dem Schwarzwald kommen müssen, weit über 90 Prozent der Tiere sind in anderen Teilen Deutschlands aufgewachsen.

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Autor: Klaus Rütschlin