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05. Dezember 2011

Allgemeine Zufriedenheit nach dem Borussen-Duell

Mönchengladbach und Dortmund trennen sich 1:1.

  1. Dynamische Duell: der Gladbacher Bobadilla (vorn) gegen den Dortmunder Santana. Foto: afp

MÖNCHENGLADBACH (dpa). Wenn zwei Borussen sich streiten, freut sich der FC Bayern. "Jetzt ist es wieder so, wie es sein soll. Bayern ist vorne, und wir sind auch vorne dabei. Wir haben uns nie im Zweikampf mit Bayern München gesehen", flachste Trainer Jürgen Klopp nach dem 1:1 im Spitzenspiel bei Borussia Mönchengladbach. Zwar hat die Borussia aus Dortmund nach einer rassigen und spannenden Begegnung die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verloren, doch die Zuversicht für die Champions-League-Partie gegen Olympique Marseille dürfte nach der guten Vorstellung gewachsen sein.

"Wir wollen das Unmögliche noch möglich machen", meinte BVB-Kapitän Sebastian Kehl in Hinblick auf die entscheidende Partie am Dienstag in der Königsklasse. Nach den guten Leistungen zuletzt in der Liga gegen die Bayern (1:0) und Schalke (2:0) hat sich der Titelverteidiger auch im Rennen um die Meisterschaft in Position gebracht. "Wir wollen in der Rückrunde wieder dabei sein", meinte Kehl. "Klar, wir wären gerne Erster geblieben, aber jetzt wollen wir auch die nächsten Spiele gewinnen und dann werden wir sehen", sagte Nationalspieler Mats Hummels.

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Zuvor hatte die Gäste-Borussia ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, um bei der Überraschungs-Borussia zum Teilerfolg zu kommen. "Wir haben heute richtig arbeiten müssen, das haben wir über 90 Minuten getan. Wir hatten Phasen, in denen wir richtig gut waren und das Spiel entscheiden konnten", befand Klopp.

Nach der verdienten 1:0-Führung durch den zehnten Saisontreffer von Robert Lewandowski (40. Minute) hatte der BVB die Partie im Griff, doch die kampfstarken Gladbacher retteten den Punkt durch Mike Hanke (72.), der schon in der Woche zuvor zweimal beim 1. FC Köln traf. Damit zählt Gladbach weiter zum Spitzentrio, punktgleich mit dem BVB einen Zähler hinter den Bayern. "Heute war festzustellen, dass Mönchengladbach da oben hingehört", sagte Klopp anerkennend. Dabei war nicht zu übersehen, dass sich das Fehlen von Marco Reus im Angriffsspiel der Gladbacher bemerkbar gemacht hat. Die Statistik beweist: Ohne Reus kann die Borussia in der Liga nicht gewinnen. Zum vierten Mal seit August 2009 fehlte der Jung-Nationalspieler – in allen Spielen gab es keinen Sieg. Ob der Torjäger nach seinem Zehenbruch in einem der drei letzten Spiele des Jahres noch zum Einsatz kommt, ist fraglich.

"Wir sollten nicht so viel über Reus reden. Wir haben das gut hingekriegt. Natürlich sollte ein Leistungsträger nicht über Monate ausfallen", befand Sportdirektor Max Eberl. "Wir haben bewiesen, dass es auch ohne ihn geht. Es ist immer gut, noch etwas in der Hinterhand zu haben", meinte Hanke und fügte an: "Die Mannschaften, die oben sind, stehen dort zurecht." Gladbach inklusive.

Autor: dpa