Die Wochen der Entscheidung

dpa

Von dpa

Fr, 20. April 2018

1. Bundesliga

In der zweiten Fußball-Bundesliga treffen die ersten drei Teams der Tabelle noch alle aufeinander.

DÜSSELDORF (dpa). Im Aufstiegskampf der zweiten Fußball-Bundesliga kommt es auf der Zielgeraden zu einer echten Endrunde des Führungstrios, doch Hochstimmung herrscht bei keinem der drei potenziellen Bundesligisten. Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf und dem Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg droht die Luft auszugehen. Holstein Kiel hat sportlich zwar in die Spur zurückgefunden, dafür gab Erfolgstrainer Markus Anfang seinen Wechsel zum designierten Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln nach der Saison bekannt.

Doch Anfang will sich triumphal verabschieden und den Durchmarsch von der dritten in die erste Liga sichern. "Die Reise von Holstein Kiel ist noch nicht zu Ende", versprach der 43-Jährige: "Ich werde alles dafür tun, um die Saison bestmöglich abzuschließen." Mit einem Heimsieg im ersten der direkten Duelle am Montag gegen Nürnberg könnte Kiel den Klub vom direkten Aufstiegsplatz verdrängen. Am 33. und vorletzten Spieltag treten die Störche in Düsseldorf an, zum Saisonfinale empfängt Nürnberg die Fortuna.

In Düsseldorf macht sich Nervosität breit

Bei dieser macht sich nach drei Niederlagen in Serie Nervosität breit. Der Neun-Punkte-Vorsprung auf Rang drei ist auf vier Zähler geschmolzen. Der bereits mit fünf Teams in die Bundesliga aufgestiegene Trainer Friedhelm Funkel kämpft gegen die aufkommende Unsicherheit an. "Ich verstehe die Leute nicht, die Angst haben, dass das vielleicht schiefgeht", sagte er und ergänzte mit Blick auf das ursprüngliche Saisonziel (Platz eins bis sechs): "Wir erreichen am Saisonende einen Tabellenplatz, mit dem keiner gerechnet hat." Allerdings gab Funkel zu bedenken, "dass wir in vielen Spielen weit über unserem Niveau gespielt haben". Mit normaler oder schlechter Form gelte es nun, den Vorsprung ins Ziel zu retten.

Dass Düsseldorf noch Erster ist, liegt auch am Schwächeln der Nürnberger, die nur eines der letzten sieben Spiele gewannen. Die Franken bauen auf ihre Mentalität: in den letzten vier Partien gerieten sie in Rückstand, holten aber immer noch mindestens ein Remis. "Die Mannschaft zeigt, dass sie etwas reißen möchte", sagte Sportvorstand Andreas Bornemann vor dem Spiel an seiner alten Wirkungsstätte in Kiel. "Am Ende der Saison sind auch die Nerven gefragt", so Trainer Köllner.