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17. Juli 2017

"Es fühlt sich großartig an"

Mario Götze gibt bei einem Testspiel des BVB in Japan nach 167 Tagen Zwangspause sein Comeback.

  1. Mario Götze kann seit einer Woche wieder trainieren. Foto: DPA

TOKIO (sid). Die japanischen Fans waren außer Rand und Band. Als Mario Götze in der 61. Minute eingewechselt wurde, brandete im mit 64 000 Zuschauern ausverkauften Saitama-Stadion von Tokio lautstarker Applaus auf. Vor allem die vielen Kinder im Götze-Trikot mit der Nummer 10 skandierten enthusiastisch den Namen des deutschen WM-Helden.

"Es fühlt sich großartig an, nach so einer langen Zeit zurück zu sein. Es ist gut, dass man sieht, dass es jetzt ein Ende hat. Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin einfach nur glücklich", sagte Götze lachend und verschwitzt nach dem 3:2 von Borussia Dortmund gegen den japanischen Spitzenklub Urawa Red Diamonds. 167 Tage hatte Götze auf sein Comeback im BVB-Trikot warten müssen. Sein letztes Spiel hatte der 25 Jahre alte Offensivspieler am 29. Januar beim 1:1 des BVB beim FSV Mainz 05 absolviert. Anschließend musste der frühere Münchner fünfeinhalb Monate wegen einer Stoffwechselstörung pausieren. Fast genau drei Jahre nach seinem Siegtreffer für die DFB-Auswahl im WM-Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) im Maracana von Rio endete dann die Leidenszeit für Götze.

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"167 Tage waren das jetzt? Unglaublich", sagte Götze, während er in Tokio ähnlich gefeiert wurde wie nach seiner Sternstunde in Brasilien. Götze schaut aber lieber nach vorne als zurück, schließlich ist sein erklärtes Ziel die Teilnahme an der WM-Endrunde 2018 in Russland. Sein neuer Vereinstrainer Peter Bosz, mit dem er seine Rückkehr auf den Platz exakt abgesprochen hatte, warnt aber vor verfrühter Euphorie. "Ich bin sehr froh für Mario. Aber wir müssen bei ihm von Tag zu Tag schauen", sagte der Niederländer nach seinem ersten Erfolg mit dem DFB-Pokalsieger. Klubchef Hans-Joachim Watzke forderte ebenfalls Geduld: "Es sieht wirklich alles sehr gut aus. Aber wir müssen aufpassen, dass wir ihn nicht überfordern. Er hat fünf Monate nicht gespielt. Wir müssen behutsam mit ihm umgehen." Das weiß Götze selbst am besten. "Ich bin seit einer Woche im Training. Das ist sehr, sehr gut gelaufen. Ich muss das Stück für Stück aufbauen."

Autor: sid