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07. Mai 2011

Heiße Zeit am Niederrhein

Der gegner: Gladbach bangt und Effenberg drängt.

MÖNCHENGLADBACH (doe/sid). Die Lage ist ernst in Mönchengladbach, in jeder Beziehung. Aber nicht hoffnungslos. Lucien Favre hat geschafft, was nach der völlig verkorksten Vorrunde unter dem damaligen Trainer Michael Frontzeck kaum mehr einer zu träumen wagte: Die Borussia hat noch Chancen auf den Klassenerhalt. Nur acht Gegentore haben die Borussen in zehn Partien unter Favre kassiert – gerade mal zwei mehr als Dortmund. Dazu wurde zuletzt der neue Meister in Gladbach geschlagen, dazu Hannover in deren Stadion bezwungen. Die Hoffnung lebt also am Niederrhein – zumindest den Relegationsplatz will das Team mit den beiden Ex-Freiburgern Mo Idrissou und Karim Matmour noch erreichen. Das kann schon am Samstag der Fall sein, sollte die Borussia den SC schlagen und gleichzeitig Frankfurt zu Hause gegen Köln verlieren. "Wir werden alles geben", verspricht Favre, warnt aber vor dem Sportclub: "Es wäre fahrlässig zu glauben, dass es für Freiburg um nichts mehr geht." Sollte seine Mannschaft verlieren und zur gleichen Zeit Frankfurt gewinnen sowie Wolfsburg gegen Kaiserslautern punkten, ist der Sturz in die Zweitklassigkeit vorzeitig besiegelt.

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In Gladbach geht es derzeit aber auch um Vereinspolitik. Ex-Borusse Stefan Effenberg drängt es zurück in den Klub und an die Machthebel. "Effe" hat die "Initiative Borussia" gegründet, der Ex-Coach Horst Köppel angehört, und möchte Sportdirektor werden. Im Klub ist man davon wenig begeistert, auch die meisten Fans sehen Effenbergs Engagement kritisch. Einige von ihnen haben nun für Samstagmorgen einen Demonstrationszug zum Stadion geplant, mit dem Motto "Für den Erhalt des Mythos Borussia". Heiße Zeiten am Niederrhein.

Autor: sid