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30. Januar 2012
Himmelsstürmende Konter-Künstler
Borussia Mönchengladbach gewinnt beim VfB Stuttgart mit 3:0 und mischt weiter im Titelrennen mit.
STUTTGART (dpa). Mit schön anzuschauendem Fußball mischt Borussia Mönchengladbach weiter munter im Titelrennen mit. Durch den hochverdienten 3:0 (1:0)-Triumph beim bisherigen Angstgegner VfB Stuttgart beendeten die Rheinländer am Sonntagabend ihre schwarze Serie und feierten den ersten Sieg bei den Schwaben seit über 17 Jahren. Das stürmische Trio Mike Hanke (31. Minute), Marco Reus (81.) und Igor de Camargo (84.) bescherte dem Tabellen-Vierten der Fußball-Bundesliga den zwölften Saisonsieg. Während Gladbach weiter nur einen Punkt hinter dem Top-Trio lauert, dümpelt der VfB nach dem sechsten Spiel ohne Sieg weiter im grauen Mittelmaß.
"Wir haben heute nicht die Souveränität wie in unseren Heinmspielen gehabt. Trotzdem sind wir sehr stolz und zufrieden, dass wir hier gewonnen haben", sagte Torschütze Hanke, der vor der Pause einen schmerzhaften "Pferdekuss" mitbekam und nach 53 Minuten vom Platz musste. "Wir sind nicht clever genug", bemängelte Stuttgarts Abwehrspieler Serdar Tasci. "Gladbach kommt dreimal vors Tor und macht drei Treffer. Wir müssen endlich aufwachen. Wir brauchen wieder ein Erfolgserlebnis."
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Die Himmelsstürmer vom Rhein revanchierten sich für die 0:7-Niederlage vor einem Jahr im gleichen Stadion. Auch diesmal begann die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia zwar forsch, musste gegen die Konter-Künstler aber immer auf der Hut sein. Martin Harnik setzte sich bei der ersten Strafraumaktion des VfB nicht konsequent genug durch (3.). Das Spiel der Gäste hatte Hand und Fuß, während der VfB keinen richtigen Plan hatte. Vieles blieb dem Zufall überlassen. Das 1:0 fiel indes nicht nach einem Konter, sondern bei einer Standardsituation: Einen Freistoß von Reus verlängerte der am Elfmeterpunkt lauernde Hanke mit dem Kopf ins Tor. Reus schloss einen schulmäßigen Konter zur Vorentscheidung ab, "Joker" de Camargo machte alles klar.
Vom Stuttgarter Neuzugang Vedad Ibisevic war bis zur 56. Minute nichts zu sehen – dann hatte der Bosnier die Riesenchance zum Ausgleich, doch Tony Jantschke spitzelte ihm den Ball noch vom Fuß. Labbadia hatte große Hoffnungen in den Torjäger aus Bosnien gesetzt, der für rund fünf Millionen Euro aus Hoffenheim kam. Zugleich beschwor Labbadia den Teamgeist: "Die ganze Mannschaft ist gegen Gladbach gefordert."
Autor: dpa
