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14. September 2017

"So bekommen wir Probleme"

Bayern siegt gegen Anderlecht – und ist dennoch unzufrieden.

MÜNCHEN (sid). Erst schleuderte Franck Ribéry nach seiner Auswechslung das Trikot wutentbrannt in Richtung Ersatzbank und sorgte für reichlich Ärger – dann schlug Arjen Robben Alarm: Nach einem glanzlosen und holprigen 3:0 (1:0) zum Start der Champions League gegen den RSC Anderlecht herrscht bei Bayern München weiter akute Explosionsgefahr. In den vergangenen Tagen hatte bereits Torjäger Robert Lewandowski für einige Unruhe gesorgt – es steht ein heißer Herbst beim Rekordmeister bevor.

"Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du richtig Bock haben. Wir haben ohne Tempo und Rhythmus gespielt. Da muss man Leidenschaft zeigen und geil sein, Tore zu schießen. Und was machen wir?", sagte Robben in aller Deutlichkeit. Die Mannschaft müsse sich nach dem wenig überzeugenden Saisonauftakt, der in der jüngsten Niederlage in Hoffenheim (0:2) mündete, "hinterfragen und kritisch sein. Ich will Spaß haben auf dem Platz, das hatte ich nicht."

Doch damit nicht genug der Kritik nach einer kaum Champions-League-würdigen Darbietung des deutschen Abonnement-Champions. Mit Blick auf die frühe Hinausstellung von Sven Kums (11.) fügte Robben erbost an: "Bei allem Respekt: Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Gegen stärkere Gegner bekommen wir so Probleme." Er dachte dabei schon an das nächste Gruppenspiel am 27. September bei Paris St. Germain.

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Es brodelt bei den Bayern. Dazu trug zum wiederholten Male auch Heißsporn Ribéry bei. Der ließ seinem Unmut bei seiner Auswechslung (77.) freien Lauf. Selbst Hasan Salihamidzic konnte den aufgebrachten Franzosen auf der Bank nicht beruhigen. Der Sportdirektor deutete nach dem Spiel Konsequenzen an: "So etwas darf nicht passieren. Das ist nicht okay, darüber werden wir sprechen." Die Mitspieler wie Joshua Kimmich nahmen Ribéry (34) zwar weitgehend in Schutz, Trainer Carlo Ancelotti äußerte aber ebenso Unverständnis: "Ich verstehe seine Reaktion nicht."

Bereits am Samstag gegen Mainz steht Arturo Vidal wieder zur Verfügung. Auch Jerome Boateng, der nach monatelanger Verletzungspause ein Kurz-Comeback gefeiert hatte, drängt ins Team.

Autor: sid