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15. Mai 2012 07:29 Uhr

Relegation

Karlsruher SC steigt ab – Regensburg in der zweiten Liga

Jahn Regensburg hat den Karlsruher SC aus der zweiten Bundesliga verdrängt. Im Rückspiel der Relegation genügte den Regensburgern ein 2:2 zum Aufstieg. Danach kam es zu unschönen Szenen.

  1. Der Karlsruher Alexander Iashvili verlässt nach dem Endstand von 2:2 den Platz . Das Unentschieden bedeutet für den KSC den Abstieg in die dritte LIga. Foto: dpa

  2. Nach dem Spiel gab es Ärger: Polizisten verfolgen Zuschauer, die auf den Platz gestürmt waren. Foto: dpa

  3. Karlsruher Fans belagern nach dem 2:2 und dem damit verbundenen Abstieg die Geschäftsstelle und diskutieren mit Karlsruher Spielern. Foto: dpa

  4. Die Regensburger Spieler bejubeln den Aufstieg in die Zweite Liga und werfen dabei ihren Trainer Markus Weinzierl in die Luft. Foto: dpa

"Ein Traum ist wahr. Jetzt sind wir in der zweiten Liga, das hätte nie jemand für möglich gehalten", jubelte Regensburgs Sportdirektor Franz Gerber. "Das ist eine unglaubliche Leistung, wir sind verdient aufgestiegen." KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer fehlten dagegen beinahe die Worte. "Das ist tragisch", sagte er. "Nach dem 2:1 hatte ich das Gefühl, dass wir jetzt obenauf sind. Aber Regensburg hat guten Fußball gespielt. Sie sind nicht unverdient aufgestiegen."

Zwei Regensburger müssen vom Platz

Einige KSC-Fans zeigten sich nicht derart sportlich. Sie versuchten, unmittelbar nach dem Schlusspfiff den Rasen zu stürmen und Feuerwerkskörper zu zünden. Auf der anderen Seite feierten wenige hundert Regensburger, dass die imposante Serie erneut gehalten hatte, nach der sich in dieser Relegation immer der Drittligist durchsetzt.

Der SSV Jahn, der Jim-Patrick Müller (90./Rot) und Tim Erfen (87./Gelb-Rot) sogar noch durch Platzverweise verlor, spielte zuletzt in der Saison 2003/2004 in der zweiten Bundesliga, stieg damals aber nach nur einem Jahr wieder ab. Den Badenern blieb ein Happyend nach einer turbulenten, nervenaufreibenden Saison mit drei Trainern und über 30 Spielertransfers verwehrt. Der KSC muss damit zum zweiten Mal nach 2000 den Gang in die dritte Liga antreten.

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Karlsruhe zieht sich zu früh zurück

Dabei hätte dem KSC sogar ein 0:0 zum Klassenerhalt gereicht. Der Favorit spielte auch lange Zeit beherzt auf Sieg, Lavric besaß nach Vorarbeit von Makhtar Thioune die erste große Chance (16.). Beide Spieler hatte Trainer Markus Kauczinski zur Stärkung der Offensive von Beginn an gebracht.

Danach wurde es immer turbulenter. Nach einem Eckball traf Hein mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze zum 0:1. Doch der KSC bewies zunächst wieder jene Nervenstärke, die ihn zuletzt bei seinen vier Heimsiegen in der Schlussphase der regulären Zweitliga-Saison ausgezeichnet hatte. Lavric erzielte per Kopf umgehend den Ausgleich. Auch nach dem Wechsel waren die Badener anfangs besser und belohnten sich mit dem 2:1 von Charalambous.

Anschließend machten die Gastgeber den Fehler, sich zu weit zurückzuziehen. Regensburg zeigte viel Leidenschaft und Kampfgeist, bereits in der 61. Minute hätte Thiemo-Jerome Kialka den Ausgleich erzielen können. Der gelang dann Laurito fünf Minuten später per Kopf nach einem Eckball.

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Autor: dpa