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21. März 2017

Kreuzer packt die Keule aus

KSC-Sportdirektor nimmt die Spieler in die Pflicht.

KARLSRUHE. Auch am Morgen nach der 0:3-Niederlage des KSC gegen Fortuna Düsseldorf hatte sich die Laune von Oliver Kreuzer nicht gebessert, im Gegenteil. "Wenn man nach 25 Spieltagen Letzter ist, kann man nicht mehr alles schönreden", sagte der Karlsruher Sportdirektor und monierte Disziplinlosigkeiten und mentale Defizite vieler Spieler. "Genügsamkeit" sei "ein Merkmal dieser Mannschaft." Zudem fehle es an Typen, an denen sich die Jüngeren aufrichten könnten. "Als ich durchgezählt habe, bin ich auf drei gekommen."

Nach dem 2:0-Sieg gegen Hannover im vorletzten Heimspiel hätten sich einige Spieler zurückgelehnt, monierte Kreuzer weiter und berichtete von einem nächtlichen Discobesuch bis in die Morgenstunden, an dem "schon einige Spieler" teilgenommen hätten. Prompt habe man die darauffolgende Partie in Aue verloren. "Warum kommt ein Marvin Mehlem, den viele hier von Beginn an spielen sehen wollen, nicht zum Training und verschläft? Der kommt nicht zehn Minuten zu spät, der kommt keine halbe Stunde zu spät. Der kommt gar nicht." Deshalb gelte es "vor der eigenen Haustür zu kehren", forderte Kreuzer, der Trainer Mirko Slomka ausdrücklich den Rücken stärkte. "Die Spieler, die sich über den alten Trainer Tomas Oral beschwert haben, weil er ihnen taktisch nichts an die Hand gegeben habe und sie schlecht behandelt hätte, die setzten jetzt auch nicht um, was Slomka ihnen an Fakten mitgibt." Warum das so sei, gelte es nun zu ergründen. "Wollen sie es nicht? Können sie es nicht?"

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Für die kommenden Wochen setzt Kreuzer auf das Ehrgefühl der Mannschaft, das er offenbar auch mit seinen harten Worten herauskitzeln wollte. "Sie hat die Qualität, um die Klasse zu halten. Aber es gibt zu wenige Spieler, die mal dazwischenhauen."

Autor: Christoph Ruf