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18. Mai 2012 16:31 Uhr
Angst
Vorwürfe von Referee Stark – Hertha-Profi soll zugeschlagen haben
An mögliche Wiederholungsspiele denkt plötzlich niemand mehr: Als Schiedsrichter Stark von seinen Erlebnissen nach dem Abpfiff der Relegationspartie Düsseldorf gegen Berlin berichtet, stockt manchem im Raum der Atem. Jagten Hertha-Spieler Stark bis in die Kabine?
Schiedsrichter Wolfgang Stark hat im Fußball schon viel erlebt – aber was ihm nach dem Skandalspiel von Düsseldorf widerfahren sein soll, klingt ungeheuerlich. Vor dem DFB-Sportgericht sagte Stark als Hauptzeuge, er sei nach dem Abpfiff von Berliner Spielern angegriffen und am Kopf verletzt worden.
"Der Spieler Kobiaschwili hat mit ausgestrecktem Arm, mit der Faust in meine Richtung geschlagen. Ich duckte mich kurz ab und wurde am Hinterkopf getroffen", sagte der Unparteiische aus Ergolding am Freitag bei der Verhandlung in Frankfurt/Main. Er habe ein Hämatom am Hinterkopf erlitten – und damit noch Glück gehabt.
Stark sitzt im schwarzen Anzug vor dem Sportgericht und Dutzenden Journalisten. Direkt neben ihm die Hertha-Verantwortlichen. Es sind verstörende Erinnerungen, von denen er erzählt, aber der Unparteiische spricht mit fester Stimme.
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Unten an der Treppe sei die "Hetzjagd" weitergegangen. Hertha-Profi Christian Lell habe ihn am Arm gepackt. Stark selbst sei als "Du feige Sau!" und "Du feiges Schwein!" beleidigt worden. Und die Spieler ließen offenbar nicht locker. Vier bis fünf Berliner Profis versuchten angeblich, die Schiedsrichter-Kabine zu stürmen.
Stark und seine Assistenten versuchten, die Tür zuzuhalten. Draußen will Stark unter anderem Hertha-Kapitän Andre Mijatovic und Torhüter Thomas Kraft gesehen haben. "Stark, du Arschloch", habe der Keeper gebrüllt. Mijatovic soll den Referee "Wichser" genannt haben.
Autor: Max-Morten Borgmann und Ulrike John, dpa



