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19. Juni 2017

Confed-Cup

Dämpfer für Ronaldo & Co.

Nur ein 2:2 des Europameisters aus Portugal zum Auftakt des Confed-Cups gegen Mexiko.

  1. (Noch) kein Abschiedsgruß: Cristiano Ronaldo winkt Fans in Kasan zu. Foto: DPA

KASAN (sid/dpa). Am Sonntagabend hob sich für Cristiano Ronaldo erstmals der Vorhang auf der Confed-Cup-Bühne im russischen Kasan – beim 2:2 des Europameisters gegen Mexiko konnte der Weltfußballer aber nicht so glänzen wie gewohnt. Dennoch überschlagen sich in ganz Europa die Spekulationen um die Zukunft des 32 Jahre alten Ausnahmekönners von Champions-League-Sieger Real Madrid.

Sogar der deutsche Meister Bayern München wird als möglicher neuer Klub des EM-Champions gehandelt, wenngleich selbst das berühmte Festgeldkonto des Abonnementmeisters für einen Ronaldo-Transfer nicht ausreichend bestückt sein dürfte. "Es gibt kein Zurück, ich verlasse Real", zitierte das Real-nahe Blatt Marca den Portugiesen, gegen den in Spanien Anklage wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro erhoben wurde. CR 7 will weg – das ist offensichtlich. Die Gazzetta dello Sport brachte nun den FC Bayern als neuen Ronaldo-Arbeitgeber ins Gespräch. Das gut vernetzte Blatt beruft sich auf das gute Verhältnis von Bayern-Cheftrainer Carlo Ancelotti (58) zum Real-Torjäger. Der "Mister" hatte Ronaldo während seiner Zeit bei Real (2013 bis 2015) betreut, das Verhältnis des Fußballlehrers zum Star der Madrilenen galt als ausgesprochen eng. Eine Stellungnahme vom FC Bayern zu den Medienspekulationen aus Italien gab es bislang nicht.

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Marca berichtete unterdessen am Sonntag, dass Real-Coach Zinedine Zidane und Abwehr-Ikone Sergio Ramos Ronaldo angerufen und eine klare Botschaft an das Ass der Königlichen gesandt haben: "Cris, wir brauchen dich!" Zuletzt wurde in spanischen Medien über eine Ablöseforderung von Real in Höhe von 400 Millionen Euro spekuliert – selbst für den gut betuchten FC Bayern wohl mehr als eine Nummer zu groß.

Enttäuscht zuckte Ronaldo am Sonntagabend mit den Schultern und stapfte missmutig vom Platz. Nach einer verrückten Schlussphase verpasste Portugal trotz einer Gala-Vorlage des Stars den erhofften Auftaktsieg bei seiner Confed-Cup-Premiere. Durch das 2:2 (1:1) gegen stark aufspielende Mexikaner um Bayer Leverkusens Chicharito steht der Europameister nun im kommenden Duell mit Gastgeber Russland bereits mächtig unter Druck. Der Weltfußballer legte in der 34. Minute die Führung durch Ricardo Quaresma mit einer feinen Einzelleistung auf, Cedric (86.) schien den schmeichelhaften Sieg des Favoriten spät klar zu machen. Für Gold-Cup-Sieger Mexiko erzielte Leverkusens Chicharito vor 34 372 Zuschauern per Kopfball den verdienten Ausgleich (42.). Hector Moreno (90.+1) sorgte in der Nachspielzeit dann für den Endstand. Portugal steht damit gegen die Russen, die zum Auftakt in Gruppe A mit 2:0 gegen Neuseeland gewonnen hatten, vor einem wichtigen Spiel.

Erstmals war beim Confederations Cup ein Tor nach einem Videobeweis aberkannt worden. In der Partie wurde beim Spielstand von 0:0 ein Treffer von Portugals Nani in der 21. Minute nicht gegeben. Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien sprach mit den Videoschiedsrichtern und entschied danach auf Abseits. Gut eine Minute dauerte es, bis bei der Partie in Kasan Klarheit herrschte. Cristiano Ronaldo hatte die Latte getroffen, der Abpraller kam zu den Portugiesen. Bei der Hereingabe vor Ronaldos Schuss von João Moutinho standen Pepe und mehrere Portugiesen im Abseits. Beim Confed Cup kommen erstmals bei einem großen Fifa-Turnier die Video-Referees zum Einsatz, um bei spielentscheidenden Situationen wie Toren, Abseits, Roten Karten oder Elfmetern die Korrektur offensichtlicher Fehlentscheidungen zu ermöglichen.

Deutschlands Gruppengegner Chile hat am Sonntagabend sein erstes Spiel beim Confed-Cup gewonnen. Die Südamerikaner besiegten Kamerun durch späte Tore von Arturo Vidal (81.) und Eduardo Vargas (90.+1.) mit 2:0. Chile dominierte die erste Halbzeit und hatte Pech, als ein Tor von Vargas nach einem Videobeweis aberkannt wurde. In Durchgang zwei agierten die Kameruner stärker, die Tore zum letztlich verdienten Sieg erzielte aber Chile.

Autor: sid