Ronaldo verlässt Real und geht zu Juventus Turin

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Von dpa

Mi, 11. Juli 2018

Fussball

Angeblich bezahlen Italiener 105 Millionen Euro Ablöse.

TURIN/MADRID (dpa). Nach neun Jahren bei Real Madrid wechselt Weltfußballer Cristiano Ronaldo vom spanischen Champions-League-Sieger zu Italiens Meister Juventus Turin. Das gab der spanische Rekordmeister am frühen Dienstagabend bekannt und beendete damit wochenlange Spekulationen. Laut Medienberichten unterschrieb der 33 Jahre alte Portugiese beim Serie-A-Klub einen Vertrag bis 2022. Die Ablöse soll 105 Millionen Euro betragen. Die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport sprach von einem "Jahrhundert-Geschäft".

Ronaldos Abschied von den Königlichen ist nach 438 Spielen und 450 Toren zwar spektakulär, aber keineswegs eine Riesenüberraschung. Seit Wochen brodelte die Gerüchteküche über seinen Weggang. Erst am Dienstagmorgen war Juventus-Präsident Andrea Agnelli nach Griechenland geflogen – offenbar um sich persönlich mit Ronaldo zu treffen, der dort gerade Urlaub macht.

Ronaldo lag schon seit einiger Zeit mit Klub-Boss Florentino Pérez im Clinch. Durch sein Umfeld ließ der Stürmer auch immer wieder durchsickern, es sei ungerecht, dass er weniger Geld verdiene als seine Konkurrenten Neymar und Lionel Messi bei Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona.

Schon nach dem Königsklassen-Triumph gegen den FC Liverpool (3:1) im Mai hatte Ronaldo noch auf dem Rasen einen Weggang angedeutet und gesagt: "Es war sehr schön, bei Real Madrid zu spielen." In Kiew feierte der fünfmalige Weltfußballer als erster Profi auch seinen fünften Triumph in der Champions League. Mit Portugals Nationalmannschaft hatte er 2016 den EM-Titel gewonnen. Bei der WM in Russland scheiterte die Seleção allerdings schon im Achtelfinale an Uruguay – mit einem fast unsichtbar agierenden Ronaldo. Aber mit seinem Dreierpack im ersten Gruppenspiel gegen Spanien (3:3) sorgte Ronaldo auch bei der Endrunde zuletzt für Aufsehen.

Eigentlich war im Vertrag Ronaldos bei "Los Blancos", der noch bis 2021 lief, eine astronomische Ablösesumme von einer Milliarde Euro verankert. Diese war aber Medien zufolge bereits vor Monaten auf 120 Millionen Euro reduziert worden. Dies hat den Deal erst ermöglicht.