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27. August 2009
Urawa-Präsident stellt sich hinter Finke
Bekenntnis zu früherem SC-Coach auf Internetseite
TOKIO/FREIBURG (doe). Von wegen vorzeitiger Abflug. "Wir werden den personellen Umbau unserer Mannschaft, den wir zu Beginn der neuen Saison eingeleitet haben, mit Beharrlichkeit und auch mit Trainer Volker Finke fortsetzen." Mit diesem Bekenntnis hat sich Mitsuo Hashimoto, der Präsident des japanischen J-League-Klubs Urawa Red Diamonds, auf der Internetseite des Vereins in die Diskussion um den einst beim SC Freiburg tätigen Fußballlehrer eingeschaltet. Der war unversehens in die Schlagzeilen geraten, weil er angeblich einen seiner Spieler dafür gerügt haben soll, sich im Strafraum nach einem Zweikampf nicht Elfmeter schindend flachgelegt, sondern weitergespielt zu haben. 1:2 hat das Finke-Team dieses Spiel verloren – es war die sechste Niederlage hintereinander.
Wie schon Finke (siehe Badische Zeitung vom Mittwoch) hat nun auch Hashimoto jegliche Aufforderung zur Manipulation weit von sich gewiesen. Finke sei von den Medien falsch zitiert worden, zudem handele es sich um ein Übersetzungsproblem. Finke als auch der Klub Urawa stünden selbstverständlich für sportliches Fairplay. Wie Finke gegenüber der Badischen Zeitung sagte, habe sich Hashimoto auch in einem persönlichen Gespräch hinter ihn gestellt; "da gibt es keine Differenzen".
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Hitzig war die Diskussion im Land der aufgehenden Sonne auch deshalb geworden, weil sich mit Motoaki Inukai der Chef des japanischen Fußballverbandes höchst selbst eingeschaltet hatte. Der hatte Finke ein schlechtes Vorbild genannt und die Urawa Spieler quasi dafür bedauert, unter dem 61-jährigen Coach arbeiten zu müssen. Pikant dabei: Inukai war selbst einmal Boss bei den Urawa Red Diamonds und Vorgänger von Hashimoto. Mehr noch. Inukai gilt als Freund und enger Vertrauter von Guido Buchwald. Der Schwabe und frühere Nationalspieler coachte unter Inukai Urawa, musste dann aber gehen. Kein Geheimnis ist auch, dass Buchwald, der in Japan recht populär ist, gerne wieder in Nippon arbeiten würde.
Finke jedenfalls gibt sich nach dem Hickhack gelassen. Zwar wurmt ihn die Niederlagenserie, doch sieht er sich auf dem richtigen Weg. "Es dauert eben, bis sich die jungen Spieler an das Format der J-League gewöhnt haben." Präsident Hashimoto habe ihm versichert, dass er in Ruhe weiter arbeiten könne.
Autor: doe
