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29. November 2011

NACH TORESSCHLUSS

  1. Ein Senftleber trifft selten allein – Marco S. war für den VfR Hausen erfolgreich Foto: rafael schwarz

Ein nahezu perfektes Fußball-Wochenende liegt hinter der Familie Senftleber. Einen Tag nachdem er als Trainer der Rhodia-Reserve in der Kreisliga B einen 3:1-Sieg gegen den SV Kirchzarten II hatte bejubeln dürfen, feierte Papa Jürgen Senftleber (46) am Sonntagnachmittag als Assistenztrainer von Zacharias Ioannou einen 2:1-Erfolg der ersten Rhodia-Mannschaft im Landesligaspiel gegen den TV Köndringen. Senftlebers kickende Söhne traten bei den Aktiven am vorletzten Spieltag vor der Winterpause jeweils als Schützen des Goldenen Tores in Erscheinung. Im Verbandsligaspiel gegen den SV Weil traf Marco Senftleber (23) zum 1:0 für den VfR Hausen, tags darauf köpfte Bruder Kevin Senftleber (20) zum 1:0-Sieg des Landesligisten Freiburger FC beim SV Munzingen ein. Da hätte es gut ins Bild gepasst, wenn die Nachkommen Nummer drei und vier, Nico Senftleber (13) und Jana Senftleber (10), ebenfalls getroffen hätten. Doch Nicos C-Jugend vom SV Rhodia hat sich bereits in die Winterpause verabschiedet. Und Jana, bei den D-Juniorinnen der Rhodia aktiv, ging beim 3:2-Sieg in Buchenbach leer aus, kann dies aber am Samstag im Spiel gegen Weisweil nachholen.

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Von Bezirksligisten SpVgg. Gundelfingen/Wildtal gab es kein Geburtstagsgeschenk für Pressewart Pit Fehling zum 74.: Gegen den SV Au-Wittnau unterlag die Mannschaft von Raffaele Maggiore mit 1:3. Gespielt wurde auf dem Wildtäler Hartplatz, da im Vereinsheim in Gundelfingen die Heizanlagen defekt waren. Michael Wiesler im Tor der Einheimischen vereitelte eine höhere Niederlage, fand Gästetrainer Andreas Bach: "Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen. So mussten wir nach dem unnötigen Gegentor noch einmal beißen."

Am Samstag hatte das Förderteam des FC Denzlingen eigentlich die Vorlage für die Gundelfinger geliefert und deren Konkurrent Pfaffenweiler auf dessen Platz mit 2:0 bezwungen. "Die Weichen für den Sieg haben wir in der ersten Halbzeit gestellt", sagte FCD-Trainer Stefan Schütte. "Den Gegner früh unter Druck zu setzen, machen wir derzeit gut. Am Ende wurde es noch einmal heiß; wenn wir den Anschlusstreffer kassiert hätten, hätte das Spiel kippen können." Bernhard Ganter, der Trainer des VfR Pfaffenweiler, war aus beruflichen Gründen verhindert. Er wurde von Andreas Kaufmann vertreten. Da jener auf dem Feld das Team anleitete, stand ihm an der Linie Dieter Hahn zur Seite, seines Zeichens Bürgermeister von Pfaffenweiler und ehemaliger Trainer des FC Denzlingen. Der hatte im ersten Spielabschnitt die Leidenschaft vermisst: "Wenn eine Mannschaft viermal am Stück verliert, hat sie kein Selbstbewusstsein, das hat man gesehen. In der zweiten Halbzeit haben wir es probiert – auch wenn’s nicht so schön anzusehen war. Doch im Strafraum war im Strafraum immer wieder ein Bein dazwischen."In der Kreisliga A, Staffel I, trafen mit dem FV Nimburg und der SG Nordweil/Wagenstadt die Remiskönige der Liga aufeinander. Das Spiel endete folgerichtig mit einem 3:3-Unentschieden. Da bei Nimburg zahlreiche Spieler beruflich verhindert waren oder verletzt fehlten, musste Trainer Nedeljko Radovanovic selbst die Kickstiefel schnüren und in der Abwehr aushelfen. Lange Zeit sah es für den spielenden Trainer nach einem Sieg aus: Zwanzig Minuten vor Schluss ging Nimburg, das von der zehnten Minute an in Überzahl agierte, durch den dritten Treffer von Daniel Jovanovic mit 3:1 in Führung. Doch kurz darauf musste Radovanovic mit der Ampelkarte vom Platz. "Der junge Schiedsrichter wurde vom Gegner und seinen Anhängern verbal ständig unter Druck gesetzt", beklagte der Coach. Jan Heinze und Tobias Enghauser bescherten den Gästen mit ihren Toren den späten Ausgleich. SG-Trainer Ralf Bühler war mit seiner Mannschaft zufrieden: "Die Jungs knien sich momentan wieder voll rein." "Das war ein knallhartes Spiel", sagte Joachim Schilz, Trainer der SG Freiamt/Ottoschwanden nach dem 4:2-Auswärtserfolg seiner Mannschaft beim FC Emmendingen II. Drei Rote, eine Gelb-Rote und zahlreiche Gelbe Karten handelten die Akteure sich ein. Emmendingens sportlicher Leiter Marcus Mädler ärgerte sich über die Undiszipliniertheiten seiner Spieler: "Als Verantwortlicher des FCE hat man sich heute geschämt." Obwohl die Gäste bereits nach einer halben Stunde in Unterzahl spielten, lagen sie zur Pause mit 3:1 in Führung – unter anderem dank zweier Tore von Abwehrchef Frank Zimmermann. Kurz vor der Winterpause steht die zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat gehandelte SG auf dem dritten Tabellenplatz. "Kaum einer der sogenannten Experten hat uns wohl so weit oben erwartet", fasste der Trainer seine Genugtuung in Worte.

In der Kreisliga A, Staffel II kam der abstiegsbedrohte FV Hochburg/Windenreute nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Im Heimspiel gegen den VfR Umkirch ging der Tabellenletzte zwar früh durch Spielertrainer Avdyl Berisa in Führung. Doch bereits zur Pause lag die Heimmannschaft wieder mit 1:2 zurück. "Ärgerlich, da wir vor dem 1:1 zweimal am Aluminium scheiterten", sagte Berisa, der "einfach zu viele Gegentore" bemängelt. Trotz der mageren Punkteausbeute ist die Situation nicht aussichtslos. Das rettende Ufer ist gerade einmal vier Punkte entfernt. Der Trainer selbst wollte vor der Runde eigentlich wechseln. "Doch die Jungs haben mich nochmal überredet – über die Jahre ist eine freundschaftliche Verbindung entstanden", beschreibt Berisa. Deshalb bleibt der regelmäßige Torschütze dem Fußballverein auch ein weiteres Jahr erhalten, "bevor im Sommer eine neue Herausforderung wartet". Am Tabellenende befindet sich auch der FC Portugiesen Freiburg. Daran änderte naturgemäß auch die neuerliche 0:2-Heimniederlage gegen die Spvgg. Buchenbach nichts. "Uns hätte ein Erfolgserlebnis gut getan", trauerte Pressewart Konrad Wehrle der vergebenen Chance nach. Zumal die Konkurrenz an diesem Spieltag ebenfalls keine Bäume ausgerissen hat. "Einerseits könnte man sagen, dass der Abstand wenigstens nicht größer geworden ist. Andererseits wäre es psychologisch auch mal wichtig, über dem Strich zu stehen", erklärt Wehrle die Situation rund um den FC. Obendrein sorgte auch noch ein Ex-Portugiese für den späten und bitteren Misserfolg: Jens Vögele traf er kurz nach seiner Einwechslung zum entscheidenden 1:0. "Danach waren die Köpfe bei uns unten", beschreibt der Pressebeauftragte. Da half es auch nichts mehr, dass FCP-Vorstand Sergio da Silva zum Einsatz gekommen war. "Er hat früher mal in Bötzingen gespielt, ist aber eher ein Defensivspezialist", so Wehrle. Ein dickes Lob gab es am Wochenende in der Kreisliga A, Staffel III für eine Schiedsrichterin: Patricia Bischoff aus dem Elsass pfiff die Partie Weilertal gegen Untermünstertal II, die mit einem 4:2-Auswärtssieg der Münstertäler endete. "Meinen Respekt", sagte der Untermünstertäler Trainer Mike Gaulrapp, "das hat sie richtig gut gemacht". Schon nach 51 Sekunden musste Bischoff zur Tat schreiten, weil der Münstertäler Torhüter ein Foul im Strafraum beging. Einen Strafstoß gab’s, aber auf die eigentlich fällige Rote Karte verzichtete Bischoff. "Für das Fingerspitzenspiel, in dieser frühen Phase auf Rot zu verzichten, muss man sie loben", so Gaulrapp, "wir hätten uns über den Platzverweis nicht beschweren dürfen".
Tiengen ist mit Erfolgserlebnissen nicht sonderlich gesegnet. Bereits zehn Saisonniederlagen stehen auf dem Konto der Tuniberg-Gemeinde. Doch am Wochenende war Lieblingsgegner Rimsingen zu Gast in Tiengen – und prompt siegten die Tiengener 3:1. "Die liegen uns einfach" , sagte der Tiengener Trainer Stefan König glücklich. Rimsingens Trainer Jo Klemenz kam nach dem Spiel zu König, um ihm persönlich zum verdienten Sieg zu gratulieren. Vielleicht erhält Tiengen dadurch den sehnlichst erwarteten Schub: "Gegen Rimsingen haben wir in der Vergangenheit schon oft eine Wende einläuten können", stellt König fest.

Autor: ak