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31. Oktober 2011

Stegen überrumpelt Biengen

BEZIRKSLIGASPIEL DES TAGES: Schwär-Elf nutzt schwache erste Halbzeit des SVB zum Sieg.

  1. Die Biengener Suat Simsek und David Amann im Zweikampf mit Nicolas Ganter (rechts), der bereits in der zweiten Spielminute die Führung für Stegen erzielte. Foto: Patrick Seeger

FUSSBALL. Mit einem Blitzstart hat Tabellenführer Stegen seinen Verfolger SV Biengen auf dessen Platz überrumpelt. 3:1 gewannen die Dreisamtäler das Gipfeltreffen und grüßen nun mit fünf Punkten Vorsprung von der Spitze.

"Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, das war für Stegen der Schlüssel zum Sieg", befand David Renner, der mit seinem Bruder Michael seit Juli beim SVB das Ruder in der Hand hält. Schon nach einer Minute unterlief dem Abwehrspieler David Amann ein grober Schnitzer: Sein Rückspiel auf Torwart Rein geriet viel zu kurz, FSV-Stürmer Nicolas Ganter spritzte dazwischen und ließ Rein keine Abwehrmöglichkeit. Der nächste Fauxpas ließ nicht lange auf sich warten: In der 21. Minute war die gesamte Biengener Defensivabteilung staunender Zuschauer bei Heiko Hogenmüllers Freistoß, der – unberührt vom vorspringenden FSV-Routinier David Hareng, der dadurch aber Rein irritierte – im Netz zappelte. Bei einem weiteren Freistoß Hogenmüllers (27.) war Rein zur Stelle und verhinderte das 0:3.

"Wir sind extrem hohes Tempo gegangen, haben extreme Enge hergestellt, dadurch viele Zweikämpfe gewonnen und uns viele Chancen erspielt", fasste Gästetrainer Stefan Schwär zusammen. "In der zweiten Halbzeit haben wir diesem Tempo Tribut zollen müssen. Man muss zugeben, dass wir dann etwas Glück hatten." David Renner sprach von "Charakter, Willen, Einsatz", den die Gelbschwarzen nach der Pause gezeigt hätten, "aber die Fortune war uns nicht hold."

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Doch nicht nur die Glücksgöttin Fortuna war es, die gegen die Biengener zu agieren schien. Ganz entscheidenden Anteil am Sieg des FSV hatte dessen Keeper Dominic Birkenmeier mit drei starken Paraden (50., 57., 73.). Nur bei Sebastian Schröers Gewaltschuss aus der zweiten Reihe hatte er das Nachsehen (63.).

Das Anschlusstor setzte beim Gastgeber weitere Kräfte frei, und nachdem in der 87. Minute Stegen durch die Rote Karte gegen Matthias Rebmann dezimiert wurde, hätte es niemanden verwundert, wenn das 2:2 noch gefallen wäre. Doch zuletzt stöhnte David Renner: "Gerade in der Phase, als wir dran waren, bekommen wir wegen eines individuellen Fehlers das 1:3!" In der Nachspielzeit kam der Moment der Eingewechselten beim FSV: Stefan Skorski, in der 60. Minute für Heiko Hogenmüller aufs Feld geschickt, düpierte seinen Gegner und bediente den gleichfalls eingewechselten Jannik Schuler, der zum 1:3-Endstand vollendete.

Autor: Jürg Schmidt