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21. August 2012

Tobias Urban ärgert sich über das Gegentor

Die Null soll beim FC Löffingen stehen / Kuriose Spiele in Grafenhausen und Fützen.

  1. Zwölf Tore bekam Trainer Oliver Mahler zu sehen, allerdings waren nur drei von seinem Team. Foto: See

FUSSBALL (off). Für Tobias Urban war es ein Einstand nach Maß. Den Schwung, den er als Trainer in der Vorbereitung vorlebte, nahm seine Löffinger Mannschaft mit ins erste Bezirksligaspiel und besiegte den FC Klengen mit 3:1. "Ja, es war ein überraschend guter Einstand. In der ersten Halbzeit haben mich meine Spieler total überzeugt." 2:0 stand es nach 45 Minuten. Im zweiten Durchgang waren die Rothosen im Verwerten ihrer Möglichkeiten nicht mehr so konsequent, "da hätten wir zwei, drei Tore mehr machen müssen. Chancen dafür waren da". Es war eine elanvolle und gute Leistung seiner Mannschaft, dennoch ärgerte er sich über eine Sache heftig. 91 Minuten waren im Haslachstadion gespielt, das Match war beim Stand von 3:0 längst entschieden und die Löffinger Spieler gedanklich schon beim Siegestrunk, der bei diesen heißen Temperaturen noch besser schmeckt. Der FC Löffingen fing sich in allerletzter Minute noch ein Gegentor ein, Urban erzürnte der Schlendrian und die Unkonzentriertheit: "Ich wollte zu null spielen, weil wir daran nach den vielen Gegentoren in der vergangenen Saison gearbeitet haben." Es rumort noch immer in ihm, dieses Gegentor, die starke Leistung seiner Mannschaft weiß er dennoch zu würdigen. "Eine Leistung, die nun aber auch bestätigt werden muss", fordert er.

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Unzufrieden kehrten die Fußballer des TuS Bonndorf vom Bezirksligaspiel in Buchenberg zurück. "Es tut mir leid für die Mannschaft, denn sie hätte einen Punkt verdient gehabt", sagt Trainer Wolfgang Kalinasch nach der 2:4-Niederlage. "Einfach abhaken" will er dieses Spiel, das nicht immer in nachvollziehbaren Bahnen verlief. Durch einen Elfmeter ging Buchenberg in Führung, "dazu sage ich nichts", sagt Kalinasch. Der TuS war in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, schaffte den Ausgleich durch Daniel Kienzle und ging nach der Pause durch einen Schuss von Timo Plum mit 2:1 in Führung. Durch das 2:2 elf Minuten später kippte die Partie, den Buchenbergern wuchsen in der Endphase Flügel. Sie trafen noch zweimal zum 4:2-Erfolg. "Meine Spieler haben gefightet. Der Wille war da. Ich kann ihnen nichts vorwerfen", sagt Kalinasch.

Den Humor hat er nicht verloren, auch wenn er in der vergangenen Nacht gar nicht gut geschlafen hat. "Zwölf Tore, da kann man doch nicht meckern", flachst Oliver Mahler nach der höchsten Niederlage, die er als Trainer mit dem FC Lenzkirch erlebt hat. In der vergangenen Saison führte Mahler in einem furiosen Endspurt die Mannschaft noch zum Klassenerhalt in der Kreisliga A 2 und die neue Saison, in der vieles anders werden sollte, beginnt mit einer 3:9-Niederlage bei der SG Fützen/Epfenhofen. Seine Mannschaft habe beherzt angefangen und sei auch in Führung gegangen, sagt Mahler, aber irgendwann im Verlauf der zweiten Halbzeit sei die Ordnung vollends verloren gegangen. Am Ende war jeder Schuss ein Gegentreffer, die SG traf sogar von der Mittellinie. "Ein Sonntagsschuss, der alle 50 Jahre reingeht", sagt Mahler – am Sonntag in Fützen war es soweit. "Fützen/Epfenhofen hat eine gute Mannschaft mit guten, schnellen Spielern", lobt Mahler, "und wir wissen jetzt, dass wir noch nicht soweit sind und mehr Gas geben müssen".

Ein ähnlich kurioses Kreisliga-A-Spiel bekamen die Zuschauer in Grafenhausen zu sehen. Die Dramaturgie war allerdings eine andere. 3:0 führte der SV Saig nach einer Stunde und sah wie der Sieger aus. "Wir haben uns dann einfach dämlich angestellt", sagt Andreas Binder, der Saiger Trainer. Seine Mannschaft bekam einen Freistoß zugesprochen und anstatt den Ball vors Tor zu treiben, wurde er dem Gegner genau in die Füße gespielt. Ein weiter Ball, ein präziser Abschluss, schon stand’s 1:3. "Die waren eigentlich tot. Und wir haben sie mit unserem Fehler wiederbelebt", sagt Binder. Der SV Grafenhausen lief nun heiß – der SV Saig zerfiel. "Die sind am Schluss gerannt wie die Hasen und meine Spieler waren fertig, einfach leer", sagt Binder nach dem 3:4.

Autor: off


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