Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
02. Februar 2012
Den Panthern glückt der große Sprung
Co-Gastgeber Gabun zieht als Gruppensieger ins Viertelfinale des Afrika-Cups ein.
FRANCEVILLE (sid). Gernot Rohr zieht sich bei seinem Himmelfahrtskommando weiter glänzend aus der Affäre: Der deutsche Trainer hat sich mit Co-Gastgeber Gabun beim Fußball-Afrika-Cup nach dem Viertelfinaleinzug auch den Gruppensieg gesichert und durch ein 1:0 gegen Tunesien den dritten Sieg im dritten Turnierspiel gefeiert. Den Panthern ist damit der große Sprung geglückt – jetzt träumt das ganze Land vom erstmaligen Einzug ins Halbfinale. "Es war für uns das bisher schwerste Spiel im Turnierverlauf, denn Tunesien war sehr gut und hat das Spiel dominiert. Für uns war es nicht leicht, denn wir waren schon qualifiziert. Aber dank unserer professionellen Einstellung und des Kampfgeistes haben wir uns den Gruppensieg gesichert", kommentierte Rohr den Sieg.
Im Stadion von Franceville erzielte Pierre-Emerick Aubameyang, der Mann mit der Irokesen-Frisur, mit seinem dritten Turniertreffer in der 62. Minute das Siegtor für Gabun, Tunesiens Torwart Rami Jirdi sah bei dem platzierten Schuss aus 20 Metern nicht gut aus. In der Folge hatten die Nordafrikaner, bei denen Bundesliga-Profi Sami Allagui (FSV Mainz 05) in der 70. Minute eingewechselt wurde, nichts mehr entgegenzusetzen. Karim Haggui (Hannover 96) und Ammar Jemal (1. FC Köln) saßen nur auf der Bank. Der tunesische Coach hatte einige Stammkräfte geschont, weil etliche Spieler mit einer Gelben Karte vorbelastet waren und ihnen eine Sperre gedroht hatte.
Werbung
Gabuns Trainer Gernot Rohr
Der Coach hat mit seiner sachlichen, unaufgeregten Art den richtigen Ton bei seinen Schützlingen getroffen. Seine Spieler sind hochmotiviert, allerdings hat der Coach die Emotionen in die richtigen Bahnen gelenkt. "Unsere U 23 hat im vergangenen Dezember den Afrika-Cup gewonnen, aus dieser Mannschaft habe ich sechs Spieler im Kader. Wir sind noch ein bisschen unerfahren, haben aber eine gute Abwehr", berichtete Rohr. Allmählich mausert sich Co-Gastgeber Gabun zum Geheimfavoriten. "Wir dürfen hier niemanden unterschätzen, auch die sogenannten Kleinen nicht", hat der ivorische Star Didier Drogba bereits erkannt. Gabun ist kein Außenseiter mehr.
Autor: sid
