Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

30. Dezember 2011

FC Sion stellt Strafanzeige gegen Fifa

Klubchef spricht von Nötigung durch Fußball-Weltverband.

ZÜRICH (sid). Der Schweizer Erstligist FC Sion hat im Rechtsstreit mit dem Fußball-Weltverband (Fifa) Strafanzeige gegen dessen Exekutivkomitee gestellt. Als Grund für die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat nannten die Klubverantwortlichen um Präsident Christian Constantin Nötigung. Der Klub könne nicht hinnehmen, dass die Nationalmannschaften der Schweiz und die Schweizer Klubs von der Fifa als Geisel genommen werden, um Entscheide durchzusetzen, die gegen elementare Schweizer Rechtsprinzipien verstoßen, heißt es auf der Internetseite des Tabellendritten.

Auslöser ist die angedrohte Suspendierung des Schweizerischen Fußball-Verbandes (SFV), die Fifa-Verantwortliche Mitte Dezember ausgesprochen hatten. Dem Verband wurde Zeit bis zum 13. Januar eingeräumt, um die Angelegenheit im Sinne des Fußball-Weltverbandes zu lösen. Ansonsten droht der Ausschluss. In diesem Fall dürfte die Nationalmannschaft keine Partien mehr bestreiten und auch der FC Basel nicht zum Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern München antreten.

Werbung


"Die Strafbehörden werden nun untersuchen müssen, welche Personen offiziell oder im Hintergrund an diesem Entscheid mitgewirkt haben", teilte der Verein am Donnerstag mit. Der FC Sion war von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) wegen des Einsatzes von sechs nicht spielberechtigten Profis in den Playoffs gegen Celtic Glasgow aus der laufenden Europa League ausgeschlossen worden.

Vor zwei Wochen war der Klub vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne mit seiner Klage gescheitert. Sion hatte gefordert, in den Wettbewerb eingegliedert zu werden, und will das Urteil anfechten.

Autor: sid