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03. November 2015

Emotionen im Topspiel

KREISLIGA A WEST:Richtungsweisende Partien oben wie unten / Nur Bellingen noch ungeschlagen.

  1. Bahnschranke: Florian Strauch (links, SVS) gegen Tim Siegin Foto: Geiger

FUSSBALL Kreisliga A. Es war ein emotionales Spitzenspiel in Bad Bellingen, das der Tabellenführer gegen den SV Schopfheim für sich entscheiden konnte. Der SV Todtnau bleibt unterdessen ein selbstbewusster Verfolger. Auch im Keller der Tabelle bleibt es spannend: Hausen fuhr wichtige Punkte ein.

Wenn man bereits nach einer knappen halben Stunde mit drei Toren zurückliegt, gibt es für einen Trainer grundsätzlich wenig zu lachen. So auch beim Coach des SV Schopfheim, Tobias Jehle. "Gegen Gegner wie Bellingen können wir es uns nicht erlauben, dass die erste Halbzeit so verschlafen wird. Natürlich zeigen wir dann eine gute Moral, aber das ärgert mich." Mit der guten Moral spielte Jehle drauf an, dass die Gäste aus dem Wiesental sich beim 2:4 zwischenzeitlich zurückgekämpft hatten und sogar auf ein Tor Rückstand hatten verkürzen können. Werner Gottschling, Trainer des VfR Bad Bellingen, war dagegen äußerst zufrieden. "Nach dem Wechsel haben wir etwas nervöser agiert und es so nochmal unnötig spannend gemacht. Insgesamt war unser Erfolg aber hochverdient", resümierte der Coach.

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Wenige Minuten vor Ende der Partie war es Maximilian Lais, der für die Bellinger den Deckel draufmachte. Im Anschluss wurde es auf dem Platz zwar hitzig, allerdings nicht mehr vor den beiden Toren, sondern zwischen den Spielern. Dennis Schulz musste den Platz mit Rot bedacht verlassen, allerdings stuften beide Trainer solche Szenen als völlig normal ein in einem emotionalen Spitzenspiel. Bad Bellingen hat seine Spitzenposition jedenfalls gefestigt und ist nun als einziges Team noch ungeschlagen.

Ein Spiel beim Tabellenletzten entpuppt sich häufig als überraschend schwierig für Teams aus der oberen Region, und genau deshalb war der SV Todtnau vor dem Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Herten auch durchaus gewarnt. Trotz des am Ende relativ deutlichen 4:1-Erfolges war Trainer Uli Zäh zunächst wenig angetan vom Auftritt seiner Elf. "Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, unser eigenes Spiel durchzuziehen, und so stand es dann auch zu Recht nur 1:1. Ich bin auch ganz ehrlich: Es gab in der Halbzeit eine ordentliche Standpauke für die Jungs. Danach haben wir ein klasse Spiel gemacht." Durch den Erfolg steht der SVT nun auf Rang fünf, und da man mit den starken Teams mithalten könne, geht der Blick nach oben, wie der Trainer deutlich machte.

Wie im Kampf um die Aufstiegsplätze gibt es auch im Abstiegskampf immer wieder richtungsweisende Matches. Ein solches hatte der FC Hausen im Duell gegen TuS Efringen Kirchen II vor der Brust. FCH-Trainer Andreas Boos, der seit Wochen enorme Verletzungssorgen zu beklagen hat, betont, dass der Blick aktuell nach unten gehe. Erst nach der Winterpause könne man schauen, ob der Anschluss ins Mittelfeld realistisch ist.

Im Heimspiel gegen die Rebländer (2:1) kam man diesem Anschluss etwas näher. Daniel Schäuble (52.) und Bernard Wunderlich (60.) hatten die Gästeführung per Doppelschlag ausgebügelt – was den Trainer beruhigt: ",Ein enorm wichtiger Sieg für uns. Zum einen für das Selbstvertrauen und zum anderen aber auch ganz pragmatisch für den Abstand zu den Abstiegsplätzen." Die Efringer haben dagegen weiter an Boden verloren.

Autor: Frederick Polzer