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14. November 2017

Nur 40 Minuten Fußball

FUSSBALL-KREISLIGA A:Unwetterspiel in Murg abgebrochen / RW Weilheim marschiert weiter.

  1. Wasserschlacht mit vorzeitigem Ende: René Kutschki (SV 08 Laufenburg II, links) gegen den Murger Pasquale Oddo Foto: Michael Neubert

FUSSBALL Kreisliga A. Petrus meinte es am Sonntagnachmittag nicht gut mit den Kickern des SV BW Murg und des SV 08 Laufenburg II – nach 40 Minuten war das Derby vorzeitig beendet. Den Schlusspfiff hingegen erreichten am Samstag der FC RW Weilheim und der FC Bad Säckingen, mit dem besseren Ende für die Gastgeber.

Land unter hieß es beim Heimspiel des SV BW Murg gegen den Tabellenvorletzten SV 08 Laufenburg II. Aufgrund von Gewitter, Sturmböen und sintflutartigen Regenfällen musste die Partie der beiden Kellerkinder nach rund 40 Minuten abgebrochen werden. Bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde hatte Schiedsrichter Rudi Fehrenbach aus Höchenschwand die Begegnung erstmals unterbrochen und beide Mannschaften in die Kabine gebeten.

Doch auch nach dem Wiederanpfiff besserte sich die Wetterlage nicht, sodass dem Unparteiischen nur der Spielabbruch beim Stande von 0:0 blieb – allen Protesten der Zuschauer zum Trotz. "Die Sicherheit der Spieler geht vor", hatte Fehrenbach seine Entscheidung wenig später begründet. "Der Ball ist ja nicht mehr richtig gerollt, das hätte nichts mehr gebracht." Bei dieser Witterung hätte eine Fortsetzung des Spiels keinen Sinn gehabt. Der Murger Trainer Sven Oertel begrüßte die Entscheidung des Referees: "Es hat derart geschüttet, es hätte keinen Spielfluss mehr gegeben."

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Weilheimer Blitztor aus dem Lehrbuch

Ärgerlich war der Spielabbruch hingegen für die Laufenburger. Mit zwei Siegen in Folge war die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Scherzinger in Fahrt gekommen und konnte das Tabellenende verlassen. Doch in Murg wurden die Nullachter erneut ausgebremst. Bereits am vorherigen Wochenende war die Laufenburger Partie beim FC Weizen witterungsbedingt abgesagt worden, sodass die Bezirksliga-Reserve nun bereits zwei Spiele nachholen muss. Den nächsten Anlauf in Murg wagen die Nullachter am 10. Dezember, in Weizen hingegen erst im neuen Kalenderjahr (11. März).

Schnell entschieden war das Spiel des Ligaprimus FC RW Weilheim gegen den FC Bad Säckingen am Samstag. Im Duell Absteiger gegen Aufsteiger machten die Hausherren keine halben Sachen und gingen durch zwei schnelle Treffer nach gerade einmal neun Minuten mit 2:0 in Führung. "Besonders das 1:0 war vom Anspiel weg großartig herausgespielt, so wie man sich das als Trainer wünscht", schwärmte Weilheims Coach Lars Müller. Über zehn Stationen spielte seine Elf die gesamte Bad Säckinger Hintermannschaft mit einer Passstafette aus, die Fabian Zumkeller mit seinem vierten Saisontreffer krönend abschloss – 45 Sekunden waren gespielt.

Die Weilheimer blieben auch nach dem 2:0 am Drücker, ließen zahlreiche weitere Chancen vor der Pause jedoch ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel kam Mittelfeldstratege Claudius Flum für Patrick Merz ins Spiel und dirigierte fortan das Geschehen auf dem Rasen. Nach einer Stunde bediente er seinen Namensvetter Markus Flum, und der sorgte mit seinem 18. Treffer im 14. Saisoneinsatz für die Vorentscheidung (3:0/60.). Zwar verkürzte der FC Bad Säckingen noch auf 1:3 durch Omar Kelo (76.), den zwölften Saisonsieg des Spitzenreiters konnten die Gäste aber nicht mehr verhindern.

"Wir haben eine gute Partie gemacht und ziemlich dominant gespielt", lobte Müller, der zum zweiten Mal in Folge eine sehr junge Startelf aufs Feld schickte, deren Durchschnittsalter gerade einmal 21 Jahre betrug. Etwaige fehlende Erfahrung machte sich bei den Weilheimern allerdings nicht bemerkbar.

Da die Begegnung bereits am frühen Samstagabend unter Flutlicht stieg, blieben Akteure und Zuschauer derweil von den Unwettern verschont. "Es hat zwar auch durchgehend geregnet, aber unser Kunstrasen schluckt das Wasser recht gut, sodass das Wetter keinen Einfluss auf das Spiel hatte", sagte Müller.

In der West-Staffel musste die Partie zwischen dem FC Steinen-Höllstein und dem SV Nollingen am Sonntag aufgrund des Gewitters für mehrere Minuten unterbrochen werden. Nach Wiederbeginn zeigten sich die Gäste hellwach, gingen prompt per Doppelschlag 2:0 in Führung. Zwar holte der FC den Rückstand auf, verpasste in der Schlussphase aber den Siegtreffer. "In den letzten zehn Minuten hat Nollingen gewackelt", haderte Steinens Coach Torsten Griesshammer, bei dem nach dem 2:2-Remis "der Ärger über zwei verpasste Punkte" überwog.

Sein Nollinger Trainerkollege Giovanni Di Feo sah seine Mannschaft einmal mehr für ihre jugendliche Unbekümmertheit bestraft. "Wir hatten die Möglichkeit, mit dem 3:0 für eine Vorentscheidung zu sorgen, doch uns gelingt es in den vergangenen Wochen einfach nicht, den Sack zuzumachen", klagte Di Feo.

Autor: Benjamin Resetz