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13. Oktober 2017

Brisantes Landesligaderby

Kann der FC Löffingen die Schonacher Angriffswucht bremsen?.

FUSSBALL-LANDESLIGA (off/zwi). FC Löffingen – FC Schonach (Samstag, 15.30 Uhr). Enrique Blanco hat aus einem Bezirksligisten ein Landesliga-Spitzenteam geformt. Der FC Schonach wird getragen von einer Euphoriewelle und liegt nach neun Spieltagen an der Tabellenspitze der Landesliga. Blanco versteht es, aus dieser Mannschaft die letzten Prozentpunkte herauszukitzeln, die in den meisten Spielen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. "Ja, der FC Schonach hat einen Lauf und ist ein Vorbild an Siegeswille und Einsatz", sagt Tim Heine, der Trainer des FC Löffingen, über den kommenden Gegner.

Ein brisantes und hochinteressantes Spiel kommt am Samstagnachmittag im Haslachstadion zur Aufführung und eine der Fragen ist: Kann der zuletzt immer wieder mit Defensivproblemen kämpfende FC Löffingen die Schonacher Angriffswucht bremsen? Heine hat den Gegner einmal in dieser Saison gesehen: "Sie operieren viel mit langen Bällen und vorne haben sie mit verbandsligaerfahrenen Spielern viel Qualität." Beide Mannschaften verfügen über zahlreiche Akteure, die in dieser Saison schon mehrfach getroffen haben, das macht sie ein Stück weit unberechenbar. Manuel Passarella führt mit elf Treffern die Landesliga-Torjägerliste an, sein Schonacher Teamkollege Alexander German liegt mit neun Erfolgen auf dem dritten Platz. Jannik Reiner kommt auf vier Tore. Benjamin Gaudigs Abschlussstärken sind weit über Löffingen hinaus bekannt, aber auch Alexander Schuler, Kevin Hoheisel und Kim Hirschbolz wissen, wo das Tor steht und wie man den Ball am besten hinein bekommt.

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Heines Fokus liegt jedoch nicht zu sehr auf dem Tabellenführer, er ist derzeit mit Baustellen im eigenen Team beschäftigt: "Der Gegner ist zweitrangig", sagt der Löffinger Coach, "ich will sehen, dass meine Mannschaft es besser macht als in der letzten halben Stunde in Salem. Ich will eine Reaktion sehen". Die Art und Weise, wie sein Team auftritt, ist ihm wichtig. Wie es sich reinhängt, wie es fightet. Der FC Schonach hat sich auf beeindruckende Weise in die Favoritenrolle gespielt, chancenlos ist der FC Löffingen aber keinesfalls. Wenn die Rothosen am Optimum spielen, sind sie zu jeder "Schandtat" in der Lage. "Ich erwarte über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung meiner Spieler", sagt Heine, der im Dienstagstraining mit dem Team noch einmal die Niederlage in Salem aufarbeitete: "Wir haben geredet und die Mannschaft war einsichtig, aber entscheidend ist letzten Endes immer, was auf dem Platz passiert. Wir reden da von fünf oder zehn Prozent, die entscheidend sind".

Dass der FC Schonach mit dem achten Sieg im neunten Saisonspiel den "Platz an der Sonne" erobert hat, freut Trainer Enrique Blanco natürlich, doch von Überschwang keine Spur. Viel lieber weist er darauf hin, dass "wir wissen, wo wir herkommen" und seine Elf "erst mal 40 Punkte erreichen" müsse, um den Klassenerhalt zu sichern. Die Entwicklung der Mannschaft, für ihn "erste Priorität", sei positiv, etwa bei der Passgenauigkeit. Doch den neuen Tabellenführer mit dem erfolgreichsten Angriff der Liga schon als Spitzenmannschaft zu bezeichnen – dafür ist es "noch zu früh, das müssen wir erst bestätigen", betont Blanco. "Löffingen, das ist für mich ein Spitzenteam", sagt er. Weil der FCL auch eine sehr gute Offensive habe, müssten die Schonacher dort "defensiv sehr stabil stehen und dann schnell nach vorne spielen". Dabei will Blanco weitgehend auf das Aufgebot setzen, das Spitzenreiter F. A. L. stürzte.

Autor: off,zwi