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21. August 2012

"Wir schieben noch keine Panik"

Ein abgefälschter Ball leitet im Hegau die Niederlage des FC Neustadt ein, doch Rolf Eckert verspricht: "Wir kommen zurück".

  1. Christoph Bruhn vom FC Neustadt versucht den schnellen Hegauer Stürmer Jan Petschko zu stoppen, die Neustädter Abwehrspieler kamen in der Schlussphase das eine und andere Mal zu spät. Foto: BERnd Seger

FUSSBALL-LANDESLIGA. Fußballspiele werden oft durch Kleinigkeiten entschieden: ein Ausrutscher zur falschen Zeit im Strafraum, eine Hand, die unglücklich den Ball berührt oder ein Fuß, der dem Spielgerät eine andere Richtung gibt. Das Landesligaspiel des FC Neustadt beim Hegauer FV war so ein Spiel, in dem Sieg und Niederlage eng beisammen lagen, auch wenn das Ergebnis mit 3:1 für Hegau klar ausfiel. "Wenn wir das 1:0 machen, dann verlieren wir dieses Spiel nicht", sagt Rolf Eckert, der sportliche Leiter des FC Neustadt, voller Überzeugung.

In Führung sind jedoch die Hegauer gegangen, das 1:0 nach 52 Minuten entsprang einem dieser Zufälle. Ein 25-Meter-Schuss war es, der das Tor gar nicht getroffen hätte, aber durch ein Bein so abgefälscht wurde, dass er plötzlich im Neustädter Tor lag. Bis dahin hatte der FC Neustadt guten Fußball geboten und die Mehrzahl der Chancen besessen. "Das hat bis dahin richtig gut gepasst. Wir standen hinten und im Mittelfeld gut", sagt Eckert, "und es war noch genügend Zeit, das wettzumachen". Das Tor stiftete aber Verwirrung bei den Blauen, die dieses Mal in Rot spielten. Im Bemühen, den Rückstand möglichst schnell zu egalisieren, rückte die Neustädter Mannschaft zu stark auf und fing sich nur eine Minute nach dem 0:1 das 0:2 ein. Mit dem 0:3 nach einer Stunde war das Spiel entschieden. Neustadt kam durch einen Freistoßhammer von Fabian Papa lediglich noch zum 1:3. Papa ist Abwehrspieler, er hat bisher das einzige Saisontor für den FCN erzielt. Von den Neustädter Stürmern hat noch keiner getroffen, ein zarter Hinweis darauf, wo es derzeit am meisten klemmt. Mit Josip Katava befindet sich ein Verbandsliga-erfahrener Stürmer in Urlaub und Stefan Ketterer, die Entdeckung der vergangenen Saison in der Offensive, ist verletzt.

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Der Blick auf die Tabelle, die den FCN als punktlosen Vorletzten ausweist, ist derzeit für Rolf Eckert nur schwer zu ertragen. Denn er weiß, dass mehr Potenzial in dieser Mannschaft steckt. "Aber wir schieben keine Panik", sagt er, "uns hat’s jetzt einfach erwischt mit sieben Verletzten. Wir werden aber zurückkommen und eine Schippe drauflegen", verspricht er.

Autor: Jürgen Ruoff


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