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11. Oktober 2011

Deutschland - Belgien

Abschlussfeier in Düsseldorf

Deutschland muss in der EM-Qualifikation gegen Belgien ran.

  1. Nichts als den Ball im Kopf: Mesut Özil von Real Madrid wäre gegen die Belgier gerne dabei Foto: afp

DÜSSELDORF (dpa). Torjäger Miroslav Klose fällt auch für das abschließende EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien aus. "Die Behandlungen sind ausgereizt, er hat immer noch starke Schmerzen im Knie", berichtete Bundestrainer Joachim Löw einen Tag vor der für die Deutschen bedeutungslosen Partie am Dienstag (19 Uhr/ZDF) in Düsseldorf.

Auch der Einsatz der beiden Münchner Bastian Schweinsteiger (Oberschenkelprellung) und Jérôme Boateng (muskuläre Probleme) ist weiter stark gefährdet. Dagegen kann Löw wohl den Madrider Mesut Özil aufstellen, der beim jüngsten 3:1 in der Türkei wegen Achillessehnenproblemen ebenso wie Klose gefehlt hatte. Allerdings ist auch in dem Fall die letzte Entscheidung noch nicht gefallen.

"Wenn Mesut Özil das Abschlusstraining übersteht und kein Risiko besteht, wird er von Anfang an spielen", kündigte Löw an. Özil würde für den abgereisten Dortmunder Mario Götze wieder auf seinen angestammten Platz in der offensiven Mittelfeldzentrale rücken. Der von einem grippalen Infekt genesene Münchner Toni Kroos könnte für Schweinsteiger ins Team rücken; der Schalker Benedikt Höwedes steht als Rechtsverteidiger für Boateng bereit. Ansonsten werde es "nicht allzu viele Wechsel" geben, sagte der Bundestrainer.

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"Belgien hat es in der eigenen Hand, die Relegation zu erreichen. Deshalb können wir davon ausgehen, dass die Belgier mit großer Motivation auftreten", warnte Löw vor dem 25. Vergleich gegen den Nachbarn, der in der Tabelle der Gruppe A mit 15 Punkten derzeit hinter Deutschland (27) und vor der Türkei (14) auf dem begehrten zweiten Platz liegt. Vor allem in der Offensive sei Belgien besser als die Türkei, betonte der DFB-Chefcoach. "Da wird mehr auf uns zukommen, da müssen wir auf der Hut sein", ergänzte Löw.

Allerdings spricht auch die Statistik klar für die DFB-Elf. Für den letzten und einzigen belgischen Sieg in Deutschland gibt es keine Zeitzeugen mehr, die Details nennen könnten. Vor 101 Jahren verlor das DFB-Team 0:3 in Duisburg – im Oktober 1910. Und auch der letzte belgische Erfolg überhaupt im Nachbarschaftsduell liegt schon 57 Jahre zurück. Für Thomas Müller ist die Neuauflage deshalb "kein weltbewegendes Spiel, was uns für die nächsten sechs Monate beeinflussen wird". Aber man dürfe auch nicht "Larifari spielen", um nicht in den Verdacht der Wettbewerbsverzerrung zu kommen.

Die Ausgangslage ist schlecht, doch die Hoffnung stirbt zuletzt: Belgien jedenfalls hat sich im Kampf um die EM-Qualifikation noch nicht ganz aufgegeben. Obwohl die Roten Teufel am Dienstag gegen die übermächtige DFB-Elf wohl einen Sieg brauchen, herrscht zumindest in der Bevölkerung Zuversicht. Bei einer Umfrage der Internetseite sporza.be stimmten 66 Prozent (3600 User) dem Statement zu: "Wir können Deutschland schlagen."

Die Spieler sind da realistischer. "Wir haben höchstens eine kleine Chance", sagt Timmy Simons. Der zentrale Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg kennt die Deutschen aus der Bundesliga aus dem Effeff und malt ein plakatives Bild vom Gegner: "Deutschland ist eine Maschine, die bis zum Ende läuft. Sie können die Qualifikation mit der maximalen Punktzahl abschließen und werden dafür alles geben."

Autor: sid