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07. November 2011
Joachim Löws gedankliche Planspiele
Der Bundestrainer denkt über taktische Änderungen nach.
MÜNCHEN (sid/dpa). Für Bundestrainer Joachim Löw und sein Trainerteam gilt bei der EM 2012 die gleiche Prämienregelung wie für die deutschen Nationalspieler. "Das Trainerteam ist in der Regelung inbegriffen", bestätigte Löw am Sonntag. Damit erhalten Löw sowie seine Assistenten Hansi Flick und Andreas Köpke im Falle eines EM-Triumphes 2012 in Polen und der Ukraine jeweils 300 000 Euro. Bei einem Aus in der Vorrunde würde auch der Bundestrainer leer ausgehen. Für das Erreichen des Viertelfinales hat der Deutsche Fußball-Bund 50 000 Euro, für das Halbfinale 100 000 Euro und für das Finale 150 000 Euro ausgelobt.
Gleichzeitig kündigte Löw vor den anstehenden Länderspielen gegen EM-Gastgeber Ukraine in Kiew am Freitag (11. November/20.45/ARD) sowie am 15. November gegen den Erzrivalen Niederlande in Hamburg (20.45/ZDF) das Debüt von Torwart Ron-Robert Zieler von Hannover 96 an. Zieler werde auf jeden Fall "eine Halbzeit spielen", sagte Löw. Zudem plant er in einem der beiden Tests eine Systemumstellung auf 4-4-2. Das würde bedeuten, dass die beiden Torjäger Mario Gomez und Miroslav Klose gemeinsam stürmen. "Vorstellbar" ist laut Löw auch, dass die beiden Spielmacher Mesut Özil und Mario Götze "in einem dieser beiden Spiele zusammen spielen". "Das sind die Planspiele vornweg", bemerkte Löw. Natürlich wolle er vor der endgültigen Entscheidung noch die Eindrücke aus den Trainingseinheiten abwarten. Der DFB-Kader, in dem Kapitän Philipp Lahm (Pause) und Vizekapitän Bastian Schweinsteiger (verletzt) fehlen, versammelt sich morgen in Hamburg. Bayer-Keeper Manuel Neuer wird erst vor dem Klassiker gegen die "Oranjes" zum Team stoßen und in Hamburg gegen den Vizeweltmeister im Tor stehen.
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Michael Ballack lehnt derweil eine Aussprache mit Bundestrainer Joachim Löw über seinen unschönen Abschied aus der Fußball-Nationalmannschaft ab. "Nee, nee, das ist vorbei, das möchte ich auch nicht mehr thematisieren. Ich für mich bin da völlig klar, völlig im Reinen", sagte der 98-malige Nationalspieler am Wochenende im ZDF. Zwischen Löw und Ballack kam es in Gesprächen zu Ungereimtheiten, auch um ein angebotenes Abschiedsspiel im August diesen Jahres gegen Brasilien. "Ich denke, da ist nicht immer alles glücklich verlaufen", sagte Ballack rückblickend: "Wichtig für mich war, dass ich mich immer fair verhalten habe, auch den Verantwortlichen gegenüber, dass sie immer meinen Standpunkt gewusst haben, wie ich zu ihnen stehe, dass ich immer gerne für die Nationalmannschaft gespielt habe. Aber das ist jetzt vorbei. Jetzt konzentriere ich mich auf Bayer Leverkusen." Er habe "schwierige Wochen und Monate" hinter sich. "Das werde ich auch nicht so leicht vergessen", erklärte Ballack.
Autor: dpa
