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10. August 2012

Favoriten und Außenseiter

Vor dem ersten Fußballspieltag wird eifrig über die kommenden Meister spekuliert.

  1. Kapitän Sano Nothstein (blaue Hose), hier bei der Pokalniederlage beim SV Rhodia Freiburg (2:3 n.V.), fehlt dem FC Bötzingen beim Verbandsliga-Auftakt gegen den selben Gegner am Sonntag. Foto: Andreas Klein

FUSSBALL (ak/scj). Wie alljährlich wird auch vor dem Beginn dieser Saison in den verschiedenen Ligen fieberhaft nach den Meisterschaftsfavoriten gefahndet. Die besten Chancen werden dabei gemeinhin den Mannschaften eingeräumt, die auch in der vergangenen Spielzeit zumeist in oberen Tabellengefilden anzutreffen waren.

Neben dem SV Oberachern, der als Vizemeister schließlich in den Aufstiegsspielen zur Oberliga scheiterte, sind dies in der Verbandsliga der VfR Hausen als Dritter und die Überraschungsmannschaft des SV Endingen, die am Ende den vierten Rang belegte. "Die vergangene Runde lief für uns überdurchschnittlich gut", sagt der Hausener Trainer Michele Borrozzino. Augenzwinkernd fügt er hinzu, dass er es letztlich nicht verhindern könne, von Kollegen der Konkurrenz auf den Favoritenthron gesetzt zu werden.

Der Endinger Coach Axel Siefert gibt schließlich freimütig zu, in seinem Team nicht zuletzt durch die Verpflichtung des langjährigen Pfullendorfer Regionalligakapitäns Matthias Kiefer an Qualität gewonnen zu haben.

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Zu den Titelanwärtern dürfte sicher auch der SV Stadelhofen gehören, während die Leistungsstärke des traditionell genannten SV Linx nur schwer einzuschätzen ist. Das Team aus dem Hanauerland hat nach unzähligen Abgängen und Neuverpflichtungen ein völlig anderes Gesicht.

Den SC Wyhl, der erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison vom Freiburger FC vom zweiten Tabellenplatz verdrängt wurde, dürften die meisten Experten auf dem Zettel haben, wenn es darum geht, die Titelaspiranten in der Landesliga zu küren. Zumal Trainer Simon Ehret der nahezu identische Kader zur Verfügung steht. Der Coach der Kaiserstühler räumt immerhin ein, "dass wir wieder eine gute Runde spielen wollen."

Nahezu im selben Atemzug werden aber auch der letztjährige Aufsteiger FC Auggen, der lange Zeit um die vorderen Plätze mitspielende SV Munzingen, der FC Teningen und – als Vertreter des Hochrheins – der FV Lörrach-Brombach genannt. Während der Munzinger Coach Karsten Bickel seiner Elf vorerst einmal mehr Konstanz einhauchen will, ist FCT-Trainer Dino Saggiomo aufgrund großer personeller Sorgen zum Rundenstart derzeit noch weit davon entfernt, das Wort Meisterschaft auch nur ansatzweise in den Mund zu nehmen.

Und obwohl Absteigern aus der Verbandsliga häufig am meisten zugetraut wird, scheinen den FC Emmendingen nur wenige auf der Rechnung zu haben. Zwei herbe Emmendinger Niederlagen vor dem Auftakt gegen den SC Wyhl (1:6 und 0:3) dürften ein Grund dafür sein.

In der Bezirksliga gilt die Regel: "Alle Jahre wieder". Auch in dieser Saison werden – wie so oft – dem SV Biengen die größten Chancen auf die Meisterschaft eingeräumt. Eine Rolle, die die Markgräfler bisher nie richtig ausfüllen konnten. "Jedes Jahr gelten wir als Favorit und bleiben dann hinter den Erwartungen zurück", sagt Ewald Beskid, der sich auf seiner ersten Trainerstation zurückhalten möchte: "Wir wollen einfach besser als im Vorjahr abschneiden." Damals belegte der SVB den siebten Rang.

Auch der VfR Pfaffenweiler wird zu den Favoriten gerechnet. Die Schneckentäler haben sich gut verstärkt und in Stefan Licklederer einen erfahrenen Coach an Bord geholt. Wenn sie die Bezirkspokal-Niederlage in Grißheim (2:3) schnell aus den Köpfen schütteln, sollten sie eine gute Rolle in der Liga spielen können.

Zu den weiteren "Verdächtigen" zählen die "Übriggebliebenen" des Meisterrennens der Vorsaison: Der FC Freiburg-St. Georgen, die Denzlinger Verbandsliga-Reserve und RW Glottertal, und auch den SV Au-Wittnau und den SV Mundingen haben so manche auf der Rechnung.

Ray Wusu, Trainer des Aufsteigers SFE Freiburg, rechnet aus Erfahrung mit einem Überraschungsteam, und er bringt sogar seinen früheren Verein Kirchzarten als Ex-Landesligisten ins Spiel. Jenem dürfte indes nach zwei Abstiegen in Folge erst einmal daran gelegen sein, sich in der Bezirksliga zu konsolidieren.

Autor: Andreas Klein und Jürg Schmidt


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