Klassiker mit viel Dramatik

Jürgen Neff

Von Jürgen Neff

Mo, 22. Oktober 2018

Verbandsliga Südbaden

In der geschichtsträchtigen Partie setzt sich der OFV gegen den Freiburger FC knapp durch.

FUSSBALL Verbandsliga: Offenburger FV – Freiburger FC 1:0 (0:0) (jn/ak). Der OFV besiegte in einer begeisternden und spannenden Begegnung den Tabellenführer. Dabei rehabilitierte er sich für die Niederlagen gegen die Aufsteiger FSV RW Stegen und FC Waldkirch .

Im Bemühen, nach zwei überraschenden Niederlagen gegen Aufsteiger den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, "degradierte" OFV-Coach Florian Kneuker die bereits vor Saisonbeginn als Spitzenspiel titulierte Neuauflage des geschichtsträchtigen Derbys im Vorfeld zu einer ganz normalen Partie.

Hinterher stellte er fest: "In der ersten Halbzeit hatte der FFC die besseren Chancen, doch waren wir in der zweiten Spielhälfte agiler, haben aber zum Schluss die Chancen nicht mit der notwendigen Konsequenz genutzt." Kneuker ging mit den Youngstern Jona Leptig im Tor, Maximilian Leist, Dimitrios Tsolakis, Luca Ernst und Luca Kehl ins Spiel. Er wurde für seine mutigen Entscheidungen belohnt.

Beide Teams starteten sehr respektvoll in die Partie, wobei der FFC der ersten Halbzeit unter Beweis stellte, dass er zu Recht die Tabelle anführt. Der OFV spielte taktisch sehr diszipliniert, störte früh den Spielaufbau der Gäste, scheiterte aber zunächst an der gut gestaffelten Abwehr der Breisgauer.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag, als sich Marco Petereit (46.) auf dem linken Flügel durchtankte und aus spitzem Winkel abzog, wobei ein FFC-Abwehrspieler für seinen geschlagenen Torwart den Ball auf der Torlinie abwehrte. Beide Mannschaften spielten auf Sieg. Zunächst bot sich (54.) Alexander Martinelli mit seinem platzierten Distanzschuss die Chance, den FFC in Führung zu bringen, doch Jona Leptig zeigte eine Glanzparade. Die Gäste setzten nach und nur zwei Minuten später hatte Felix Dreher nach einem Freistoß auf den langen Pfosten Pech, als er den Ball unbedrängt nur um Zentimeter verfehlte.

Der OFV zeigte sich unbeeindruckt. Nach glänzender Vorbereitung von Marco Petereit erzielte Lukas Martin das 1:0. Petereit hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und Lukas Martin in der Strafraummitte bedient. Die Zweikämpfe wurde nun etwas ruppiger. Nach einem geahndeten OFV-Foulspiel (72.) lagen die Nerven beim FFCler Hendrik Gehring blank, als er einen Gegenspieler zu Boden schubste und dafür die Rote Karte sah. Mit Konterangriffen versuchte der OFV, die Entscheidung in der Schlussphase herbeizuführen.

Tor: 1:0 Martin (61.). Rot: Gehring (FFC, 71./Tätlichkeit.). Zuschauer: 452.