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10. August 2012

Trainer Matthias Chrobok

SV Weil will erfrischenden Offensivfußball spielen

Trainer Mathias Chrobok vom SV Weil strahlt zum Rundenstart Zuversicht aus / Zittersaison abgehakt / Auftakt beim Freiburger FC.

  1. Erheblich mehr Grund zum Jubeln haben wollen die Spieler des SV Weil in dieser Saison. Foto: Kaufhold

  2. Erste eigenständige Saison beim SV Weil: Trainer Mathias Chrobok Foto: Matthias Kaufhold

FUSSBALL. Mit einer Auswärtspartie starten die Fußballer des SV Weil am Samstag in die Verbandsligasaison 2012/2013. Reisen muss die Mannschaft zum Freiburger FC, der sich wieder aus den Niederungen der Landesliga gelöst hat. Trainer Matthias Chrobok sieht den einstigen Deutschen Meister als vermutlich stärksten Aufsteiger. "Das wird eine sehr schwierige Aufgabe", sagt der Coach, "einerseits ist es auf fremden Platz, vor allem aber steckt in Aufsteigern überaus große Euphorie, gerade zu Beginn einer Runde."

Überhaupt ist das Auftaktprogramm für die Weiler ziemlich happig. Denn eine Woche später bei der Heimpremiere stellt sich der Angstgegner VfR Hausen im Nonnenholz vor, gegen den der SVW zu Verbandsligazeiten noch nie gewonnen hat, und am dritten Spieltag folgt bereits der zweite Auswärtsauftritt beim FC Bötzingen. Doch Bangemachen gilt nicht. Denn die vergangene Zittersaison sei abgehakt und belaste die Spieler nicht mehr. "Wir gehen zuversichtlich in die neue Spielzeit", versichert Chrobok, der die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit am 13. Spieltag übernahm und sie mit einem Kraftakt aus tiefem Fahrwasser holte und doch noch ans rettende Ufer verfrachtete.

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Allerdings ist der Weiler Übungsleiter von der Qualität seines Kaders voll überzeugt. Überdies trägt die Vorbereitung jetzt erstmals seine eigene Handschrift. "Es ist natürlich viel schöner, wenn man seine eigenen Vorstellungen durchbringen kann", betont Chrobok, der über die mit einem Durchschnittsalter von 22,3 Jahren wohl jüngste Mannschaft in der Verbandsliga verfügt. "Aber sie besitzt große spielerische Qualität, so dass wir den Klassenerhalt so schnell wie möglich sichern wollen."

Vor allem will der SV Weil "nicht noch einmal eine solche Zittersaison durchmachen" wie zuletzt. Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. "Wenn es noch weiter nach vorn gehen sollte, würden wir das natürlich gerne annehmen." Gleichwohl wollen die Vereinsverantwortlichen die vielen neuen, jungen Spieler nicht unter Druck setzen. "Die sollen sich ins Team integrieren und etablieren." Und dies bedeutet auch, dass die Weiler weiterhin auf Agieren anstatt auf Reagieren setzen. "Wir wollen herzerfrischenden Offensivfußball spielen", erklärt Chrobok, dem prinzipiell ein 3:2 lieber ist als ein 1:0. "Aber aufgrund unserer spielerischen Qualität können wir gar nicht zu null spielen, sondern müssen offensiv agieren, was auch eher meiner Philosophie entspricht." Und dabei ist Chrobok wichtig, dass er "die volle Rückendeckung des Vorstands" hat. "Alle ziehen an einem Strang."

Auch wenn die Weiler in Fabio Bibbo ihren abgewanderten Torjäger ersetzen müssen, sieht der 50-jährige SVW-Trainer ("gefühlt bin ich 25") gerade die Offensive als Trumpf. "Im Angriff sind wir breit aufgestellt und jederzeit in der Lage, ein Tor zu schießen." Man müsse die Last künftig eben auf mehr Schultern verteilen. Und dabei nennt der Coach neben Neuzugang Ridje Sprich, Simon Blaschke ("Er kommt nach seiner Verletzung immer besser in Schwung"), Neuzugang Joni Said ("Ein erfahrener Spieler") sowie Guido Perrone und Daniele Cassetta. In Mittelfeld und Abwehr fehle es hingegen urlaubsbedingt noch an der nötigen Feinabstimmung.

Auch beim Freiburger FC muss der SV Weil auf vier Urlauber verzichten: Denis Götz, Fabian Schmidt, Sergen Egin und Jochen Bürgin. Und neben den Langzeitverletzten Eike Elsasser und Sandro Olveira, mit denen erst wieder in der Rückrunde zu rechnen ist, fällt zum Auftakt auch noch Sprich aufgrund einer leichten Lungenentzündung aus.

Gleichwohl wollen die Weiler beim Freiburger FC punkten. Der Weiler Coach weiß um die Qualität des Traditionsvereins. "Die haben eine sehr kampfstarke, disziplinierte Truppe mit enormer Kondition." Diese Tugenden unterstrichen die Breisgauer zuletzt im Verbandspokal, als sie beim VfR Hausen erst nach Verlängerung das Nachsehen hatten.

Autor: Jochen Dippel