SC Freiburg II

Fabian Rüdlins perfekter Tag

Daniela Frahm

Von Daniela Frahm

Di, 11. Dezember 2018 um 08:20 Uhr

SC Freiburg

Der SC Freiburg II gewinnt in der Regionalliga zum Jahresabschluss gegen Eintracht Stadtallendorf mit 3:2. SC-Coach Trainer Christian Preußer hadert aber mit der Chancenverwertung.

Mit einer ungewöhnlich besetzten Dreierkette ging der SC Freiburg II in das letzte Spiel des Jahres 2018 gegen den Tabellenvorletzten Eintracht Stadtallendorf, der nach der Niederlage in Freiburg nun wieder das Schlusslicht bildet.

Neben Stammkraft Nico Schlotterbeck auf der linken Seite sammelte Caleb Stanko aus dem Profikader auf der rechten Seite Spielpraxis nach einer Verletzungspause. Die Zentrale übernahm diesmal Fabian Rüdlin, der normalerweise im zentralen Mittelfeld aufläuft. "Wir wussten, dass wir viel Ballbesitz haben werden", erklärte der Freiburger Trainer Christian Preußer diese Änderung.

Der SC-Coach sollte recht behalten, denn sein Team dominierte das Spiel und hatte durch Kapitän Felix Roth gleich sehr gute Torchancen, die beide Male Eintracht-Torwart Hrvoje Vincek parierte (4./ 28.). Einen Kopfball von Christoph Daferner konnte der Gästekeeper dann aber nur abklatschen lassen, Rüdlin (29.) staubte ab zum 1:0. Noch vor der Pause kassierte der SC den Ausgleich durch einen unnötigen Foulelfmeter, den der ebenfalls von den Profis abgestellte Patrick Kammerbauer verursachte und den Tomislav Baltic (44.) sicher verwandelte.

In der zweiten Hälfte hatten die Freiburger noch mehr Kontrolle über das Spiel und gingen durch einen direkt verwandelten Freistoß von Rüdlin (58.), der nach Ansicht von Preußer ein "perfektes Spiel" machte, wieder in Führung. Nach einem abgewehrten Eckball erhöhte Schlotterbeck (69.) mit einem Schuss aus etwa acht Metern auf 3:1, womit eigentlich alles hätte klar sein können. Doch nach einer guten Kombination der Stadtallendorfer erzielte der eingewechselte Damjan Heuser (88.) den Anschlusstreffer, und der Sportclub musste in den Schlussminuten nochmal zittern.

"Unsere Leistung war in Ordnung, unsere Chancenverwertung war es nicht", fand Preußer. In der zweiten Hälfte hatten seine Spieler reihenweise hundertprozentige Gelegenheiten durch Felix Roth, Marvin Pieringer und den eingewechselten Carlo Boukhalfa liegen lassen. Der SC-Coach war trotzdem "froh, dass wir gewonnen haben und mit 30 Punkten und Platz sieben in die Winterpause gehen, das sollen die Jungs bei der Weihnachtsfeier richtig genießen".

Freiburg: Frommann; Stanko, Rüdlin, N. Schlotterbeck; Faber (86. Bruno), Kammerbauer, Torres, Okoroji; Roth (86. Boukhalfa); Pieringer, Daferner (60. Rodewald). Stadtallendorf: Vincek; Sawaneh, Vidakovics, Ofori; Gaudermann, J. Döringer (80. Heuser), Baltic, Abdel-Ghani; Zildzovic; Vogt (86. Schott), Nolte (46. Bunjaki). Tore: 1:0 Rüdlin (29.), 1:1 Baltic (44./FE), 2:1 Rüdlin (58.), 3:1 N. Schlotterbeck (69.), 3:2 Heuser (88.). Schiedsrichter: Osmanagic (Stuttgart). Zuschauer: 200.