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16. Juni 2012
Familiäre Atmosphäre
Die Weinstube Probst öffnet in diesem Jahr wieder ihre Türen.
VOGTSBURG-ACHKARREN (bbon). Unter dem Motto "Für Weinkenner und Freunde Kaiserstühler Gastlichkeit" öffnet die Weinstube Probst in Achkarren in diesem Jahr wieder ihre Türen. 50 Jahre, nachdem sie zum ersten Mal zur Einkehr einlud, soll die Weinstube wieder zu einer festen Größe im Winzerdorf werden und damit auch die Gastronomie am Kaiserstuhl bereichern. Bis Oktober hat die Weinstube des gleichnamigen Weinguts donnerstags bis sonntags geöffnet.
Josef Probst gründete 1949 das Weingut Probst in Achkarren. "Wo probiert wird, muss auch gegessen werden", wusste der Begründer des Weinguts schon damals. Nachdem die Haushaltsküche zum Bewirten von Gästen zu klein wurde, hatte er die Idee, eine Weinstube zu eröffnen. Gemeinsam mit seiner Frau Hedwig hob er die Weinstube Probst aus der Taufe. Am 5. April 1962 wurden dort zum ersten Mal Gäste empfangen. Schnell etablierte sie sich in Achkarren und war bald im Winzerdorf nicht mehr wegzudenken. So kehrten beispielsweise Weinfreunde, Wanderer oder Gäste ein, die sich sowohl ihren Frühschoppen als auch ein Familienessen in der Weinstube schmecken ließen. Täglich wurde Leckeres von gutbürgerlichen Gerichten bis hin zum festlichen Sonntagsessen in der Weinstube gekocht.
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Hedwig Probst betrieb die Weinstube mehrere Jahrzehnte mit viel Herzblut und Engagement. Dabei konnte sie auch auf viele helfende Hände zählen, die sie bei der Arbeit unterstützten. Auch die sechs Geschwister von Reiner Probst halfen mit. Wenn viel zu tun war, entlasteten die Kinder ihre Mutter in der Weinstube. Ihr Engagement sei nicht wegzudenken gewesen, so Reiner Probst. Damals mussten nämlich auch noch 20 Schweine im Stall versorgt werden.
Als jüngster Sohn der Familie übernahm er 1984 das Weingut und die Weinstube. Es war jedoch nicht leicht, den Winzerbetrieb und die Gastronomie unter einen Hut zu bekommen, denn einen Ruhetag gab es während der Öffnungszeiten nicht. Anfang der 1990er Jahre betrieben dann seine Mutter Hedwig und seine Frau Marion gemeinsam die Weinstube, die auch renoviert wurde. Ohne den traditionellen Charakter zu verändern, wurde der Gastraum heller und offener gestaltet. 2008 beschlossen Marion und Reiner Probst, sich eine Auszeit zu nehmen und sich auf das Weingut und die Kinder zu konzentrieren. Von da an öffnete die Weinstube nur noch 12 bis 16 Wochen im Jahr oder zu bestimmten Terminen.
Jetzt wollen die Probsts den Dornröschenschlaf der Weinstube beenden. Marion Probst freut sich darauf, bis Oktober, donnerstags bis sonntags, in der Weinstube zu bewirten und dabei auch ihr Weinwissen anzuwenden. Gemeinsam mit ihrem Mann Reiner wünscht sie sich, dass die Weinstube Probst eine feste Größe in der Gastronomie des Kaiserstuhls wird. Dabei wird besonderen Wert auf den traditionellen Charakter und die familiäre Atmosphäre in der Weinstube gelegt.
"Aber ohne helfende, erfahrene und motivierte Hände wäre es mir schwergefallen, unser Vorhaben umzusetzen", betont sie. Groß ist die Freude auch darüber, dass der älteste Sohn Pius, der eine Ausbildung zum Winzer macht, im Betrieb unter anderem bei Weinpräsentationen mithilft und Tochter Pia sich beispielsweise im Service übt. Die Speisekarte gestaltet Marion Probst zünftig, klein und fein. Es soll bodenständige Küche vom Schnitzel bis zu Brägele und Kartoffelsalat geboten werden. Je nach Saison wird das Angebot beispielsweise um Spargel oder Gegrilltes erweitert.
Außerdem sind 2 bis 3 Menüabende mit korrespondierenden Weinen geplant. Von November bis Februar bleibt die Weinstube geschlossen. In dieser Zeit stehen verschiedene Weinabende wie zum Beispiel "Sushi und Wein" auf dem abwechslungsreichen Programm.
Autor: bbon



