Familienfest zum Kinder-Lebens-Lauf

Wolfgang Scheu

Von Wolfgang Scheu

Mo, 20. August 2018

Lenzkirch

Bundesverband Kinderhospiz lädt ein / Bauernspiele für Jung und Alt und ein Konzert von Ela Querfeld im Kurpark.

LENZKIRCH. Die Lenzkircher Etappe des "Kinder-Lebens-Laufs" wurde zum großen Familienfest. Sogar Petrus meinte es gut. Bei der Rogg Brauerei regnete es noch heftig, je näher man dem Kurpark kam, desto trockener wurde die Straße.

Ein gutes Vorzeichen für ein tolles Fest mit Bauernspielen für Jung und Alt von Bernd Schwab mit Melken, Kuhstallbillard, Wettnageln, Wagenradrehen und vielem mehr, Kinderschminken und einer großen Tombola. Sogar das DFB-Mobil machte Halt im Kurpark, laut johlende kleine Fußballer hatten ihren Spaß. Gewirtet hatte der FC Lenzkirch, der Großteil der Erlöse ging an den Hospizverband. Und beim "Fackel-Staffel-Lauf" liefen die Jüngsten eifrig ihre Runden durch das Fest – Sponsoren spendeten für die Meter, die gelaufen wurden. Der Erlös ging an den Bundesverband Kinderhospiz e. V., der diesen tollen Tag organisierte.

Anlass war der "Kinder-Lebens-Lauf". Eine symbolische Fackel wurde über Tausende von Kilometern quer durch die Republik getragen. Insgesamt 120 Stationen gibt es, Lenzkirch war der Punkt, von dem es nach 4000 gelaufenen Kilometern wieder zurück nach Berlin geht, wo der Lauf gestartet wurde. Zum Welthospiztag am 13. Oktober wird die Fackel dann nach Rust in den Europark gebracht. Eine Gruppe Mitarbeiter der Dorow-Kliniken ging mit der Fackel die Minietappe über 13 Kilometer von Schluchsee nach Lenzkirch, wo sie Andreas Dorow der freudestrahlenden Sabine Kraft überreichte.

Der Tag begann mit einer wahren Traumhochzeit, die komplett vom Bundesverband Kinderhospiz organisiert wurde – von der Trauung über das Catering vom Sporthotel Sonnhalde in Saig bis zum Brautkleid – Freudentränen inklusive von der Braut Jessica, Ehemann Florian Merscher und ihren Kindern Vivian und Liam. Das musikalische Ständchen für das Brautpaar kam von der Kinderhospiz-Botschafterin Ela Querfeld, die anschließend noch ein umjubeltes kleines Konzert gab. Andere Botschafter waren Roland Frey, der "Toni von den Fallers" - er gab gerne Autogramme und hatte Spaß mit den Kindern. Auch Cristobal vom "Room 2012" kam später noch zum Fest.

Das Zitat von Sabine Kraft bei der Übergabe der Fackel war zugleich ungeschriebenes Motto des Tages: "Egal wie kurz das Leben ist – wir leben und lieben". Der Hospizverband begleite schließlich nicht in den Tod, die Hospizdienste helfen im Leben. Die fröhlichen Gesichter und das laute Lachen der Kinder und Erwachsenen im Kurpark zeugten davon.