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04. Februar 2012
Viel Sympathie für Bündnis "Hästräger gegen Gewalt"
An der Fasent soll Schluss sein mit Krawall und Alkoholmissbrauch: Viele Zünfte aus ganz Süddeutschland machen mit.
ORTENAU (spe). Gewalt, Missbrauch von Alkohol, Krawall – damit sollte an der Fasent Schluss sein. "Es wird sich nichts ändern, wenn wir nichts tun", so der Initiator von "Hästräger gegen Gewalt" und Zunftmeister der Sasbacher Lochmatt-Druden, Benedikt Spether. Er hat das Aktionsbündnis zusammen mit Joel Belmonte von den Meerrettichdämonen aus Urloffen und weiteren Narrenzünfte aus der Region Mittelbaden am 8. November 2011 aus der Taufe gehoben. Die Kernaufgabe des Bündnisses beschreiben die Initiatoren damit, "das gesellschaftliche Engagement für Brauchtum und Tradition und gegen Randale, Krawall, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie Gewalt – egal in welcher Form – zu sammeln und zu vernetzen, um dadurch eine größere Resonanz in der Öffentlichkeit zu erhalten".
Den ersten Schritt in die Öffentlichkeit gingen die Initiatoren nach der Gründung über das Internet-Netzwerk "Facebook", und in kurzer Zeit kam es zu einer wahren Welle an Sympathisanten und Partnern, die sich mit den Zielen "Für das Brauchtum – ohne Krawall" solidarisch erklärten und ihre Mitarbeit zusagten.
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Nun fand das erste Bündnistreffen im Gasthaus "Grüner Baum" in Mösbach statt. Dabei wurde deutlich, dass das Engagement für eine friedliche, gewaltfreie und vor allem schöne Fastnacht weiter geht. Die Idee "Hästräger gegen Gewalt" hat mittlerweile Partner von Zünften, Vereinen und Organisationen aus ganz Süddeutschland, aber auch Fasnachter aus der Schweiz erklärten ihre Sympathie und Bereitschaft zur Mitarbeit. Es gibt auch konkrete Namen hinter den Klicks in Facebook, denn für die Regionen Nord- Mittel- und Südbaden, Schwabenland und Bodensee haben sich Verantwortliche gemeldet. "Allein im Zollernalbkreis sind es zwischen 80 und 100 Zünften, die das Bündnis unterstützen", meinte der Vorsitzende der Narrenzunft Fels Deifl aus Bitz, Stefan Schrödl. Er hat die Aufgabe eines Regionalsprechers Schwaben übernommen hat und mit der zweiten Vorsitzenden Silke Oswald den weiten Weg zum ersten Bündnistreffen im Gasthaus "Grüner Baum" in Mösbach angetreten. Mittlerweile habe die Narrenzunft Fels Deifl mit anderen Zünften der Aktion einen weiteren Akzent gegeben und "Hästräger gegen Gewalt" ergänzt mit "und Alkoholmissbrauch", so Stefan Schrödl.
Auch die Polizei ist erfreut: "Die Idee ist gut, und die Polizei unterstützt alles, was gegen Gewalt ist", so der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Achern-Oberkirch, Wolfgang Becker, und sein Kollege Alois Niecholat von der Abteilung Prävention der Polizeidirektion Offenburg. Interessiert verfolgte Wolfgang Becker auch die Premiere für das Konzept "Faire Feste – Neue Festkultur, das Netzwerk für bessere Feste im Ortenaukreis", das Alois Niecholat erstmals in einem öffentlichen Kreis vorstellte. Diese Initiative der Polizei will er in den nächsten Wochen und Monaten mit den Verantwortlichen im Landratsamt, mit den Bürgermeistern und vor allem mit den Vereinen besprechen. Dahinter steckt die Hoffnung, möglichst viele Mitstreiter für eine neue neue Festkultur und das Siegel "Fairfest" zu bekommen.
Autor: spe
