Black Forest Lodge zeigt Konturen

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Di, 20. Dezember 2016

Feldberg

Hotelier Gessler vom Schloss Reinach in Munzingen investiert zwei Millionen Euro in moderne Ferienwohnanlage in Altglashütten.

FELDBERG. Der Bau der Black Forest Lodge am Sommerberg in Altglashütten kommt zügig voran, was Investor René Gessler freut. Mit der etwa zwei Millionen Euro teuren Investition verschafft sich der Hotelier, der in Munzingen das renommierte Vier Sterne Hotel Schloss Reinach führt, eine Dependance im Hochschwarzwald. Mit einem Handwerkerfest feierten Investor, Architekt Wolfgang Schweizer, Statiker Rombach mit den Handwerkern am Dienstag, das Erreichen des ersten Etappenziels. Mit 50 Festmeter Holz, was bis zu großen 70 Fichten entspricht, haben Zimmerer und Dachdecker das Dach im ersten Bauabschnitt geschlossen.

Einen solchen Baufortschritt habe er binnen zwei Monaten noch nicht erlebt, sparte René Gessler nicht mit Lob. Eine gute Truppe habe sich gefunden, die Hand in Hand arbeite, gemeinsam nach Lösungen sucht und diese auch findet. Die Baustelle bereite ihm viel Spaß und so entstehe etwas, auf das die Gemeinde Feldberg sicher ganz stolz sein werde, meinte Gessler.

Die Black Forest Lodge wird über zehn verschieden große Ferienwohnungen verfügen, die zwischen zwei und acht Personen Platz bieten. Für die Bewirtschaftung wird auf das Wissen und das Können im Schloss Reinach zurückgegriffen und dabei sollen sich die eröffnenden Synergien genutzt werden. Die Vermietung der Ferienwohnungen wird von Samstag zu Samstag erfolgen. Und für den Betrieb der Black Forest Lodge werden auch einige neue Arbeitsplätze in Altglashütten entstehen.

Für die Investition in Altglashütten war die Lage ausschlaggebend, die den "Dornröschenschlaf" des ehemaligen Gebäudes der Landesgirokasse, das später von der Földiklinik genutzt wurde, beendete. Feldberg und der Hochschwarzwald bieten einem sportlichen Publikum vielfältige Aktivitäten wie wandern, skifahren, schwimmen oder mountainbiken. Die Gäste sollen sich einfach fallen lassen und das erwartete internationale Publikum soll den Schwarzwald in der Lodge von Anfang an spüren.

Diesen Anspruch ans Ambiente musste Architekt Wolfgang Schweizer aus Oberried planerisch umsetzen. Und er setzte dabei auch auf die alte Gebäudesubstanz. Trotz langem Leerstand hat diese nicht groß gelitten. Besonders reizvoll sei es eben aus einem alten Bestand ein funktionelles und rentables aber auch attraktives Gebäude entstehen zu lassen. In diesem Fall war die gekaufte alte Substanz massiv und solide und die Grundstrukturen passten in etwa. Nur die Statik musste ertüchtigt werden, was Mehrkosten verursachte. So verlief auch die Genehmigungsphase sehr zügig. Im Oktober 2015 lief das Projekt mit den ersten Ideen an, im Dezember lagen erste planerische Entwürfe vor, am 14. April 2016 reichte man den Bauantrag ein und am 17. Juli lag die Baugenehmigung vor.

In diesem zügigen Tempo soll es auf der Lodge weitergehen. Anfang Januar geht es mit dem Innenausbau weiter. Im Herbst 2017 sollen die ersten Gäste in die Ferienwohnungen einziehen können, in denen eine Holzpelletheizung für heimelige Wärme sorgt.