Neue Sesselbahn

Einweihung im Grünen: Zeiger-Bahn ist in Betrieb

Text: Sebastian Barthmes, Video: Falko Wehr

Von Text: Sebastian Barthmes & Video: Falko Wehr

Fr, 18. Dezember 2015 um 17:50 Uhr

Feldberg

Das Skigebiet Feldberg wirkt nun noch größer: Das Millionenprojekt Zeiger-Sesselbahn schließt eine Lücke – und erhöht die Kapazitäten. Wobei vor den Skifahrern erst noch der Schnee kommen muss.

Mehr als zehn Jahre Diskussions- und Planungszeit und schließlich die Umsetzung in fünf Monaten: Die Zeiger-Bahn im Skigebiet Feldberg ist am Freitagnachmittag eingeweiht worden. Sie soll zur wichtigen Verbindung zwischen dem Seebuck und dem Grafenmatt im Skigebiet Feldberg werden.



10,5 Millionen Euro brutto kostet das Großprojekt die Stadt St. Blasien, die als Bauherrin die Seilbahn auf eigenen Grundstücken, jedoch auf Gemarkung der Gemeinde Feldberg errichten ließ. Finanziert wird der Bau mit einem Darlehen und ohne Zuschüsse. Die neue Bahn sei ein zentraler Baustein, um das durch die B317 getrennte Skigebiet zu verbinden, sagte St. Blasiens Bürgermeister Rainer Fritz. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das neue Parkhaus und die neue Bahn stelle die Verbindung dorthin her: Die Skifahrer, die vom Parkhaus oder vom Seebuck über die Skibrücke nach unten fahren, werden in Zukunft bequem und gefahrlos wieder nach oben kommen – schwebend werden sie die B317 überqueren.

Das Skigebiet wirkt nun noch größer

Die 1170 Meter lange Bahn sei ein lange gewünschter Lückenschluss, der das durch die Bundesstraße geteilte Skigebiet nun größer erscheinen lasse, sagte Professor Gerhard Roth von der Deutschen Sporthochschule Köln, der die Entwicklung des Skigebietes seit Jahren begleitet – 1998 habe man erstmals eine Seilbahn konzipiert. Manche Entwicklung brauche eben länger, hatte zuvor Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser gesagt. Er habe eine solche Bahn schon vor 20 Jahren in seinem Wahlkampf versprochen, nun sei sie fertig. Die Umsetzung des Projektes, das viele Väter und Mütter habe, mache die Region um den Feldberg fit für die Zukunft, fand Waldshuts Landrat Martin Kistler. Wichtig sei der Lückenschluss und auch die Kapazitätssteigerung.

2400 Skifahrer kann die Sechserbahn in der Stunde befördern – ein Vergleich zum bereits abgebauten alten und viel kürzeren Zeiger-Schlepplift ist nicht möglich. 59 Sessel hat die hochmoderne kuppelbare Bahn, bei der besonders auf die Sicherheit geachtet worden sei: So werde am Einstieg immer auf den kleinsten Fahrgast geachtet, den ein Hubtisch so anhebt, dass er sich bequem auf seinen Platz setzen kann, erläuterte Architekt Edgar Thoma.

Bürgermeister lobt die gute Zusammenarbeit

Das Projekt habe unter einem guten Stern gestanden: Alle Beteiligten – Behörden, Planer und umsetzende Unternehmen – hätten sehr gut zusammengearbeitet, sagte Fritz. Es sei ein langer Weg gewesen, auf dem die Stadt als Bauherrin "einige Auflagen schlucken musste", die auch zu Kostensteigerungen geführt hätten.

Mit dem Segen der beiden St. Blasier Pfarrer Josef Singer und Traugott Weber und nachdem Bürgermeister Fritz die letzte für den Betrieb notwendige Urkunde einer Behörde überreicht bekommen hatte, drückten schließlich Fritz und sein Amtskollege Wirbser zusammen mit Landrat Kistler den Startknopf und alle Anwesenden drängten an die Sessel, um eine erste Runde mit der neuen Bahn zu drehen.

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