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04. Februar 2012

Herr über Kicker und Boxen

BZ-INTERVIEW mit Kristof Heidmann, der am Seebuck den Snowpark präpariert und gestaltet.

  1. Ein Snowboarder im Anflug auf die Jibline im Snowpark am Seebuck. Foto: Privat

  2. Kristof Heidmann Foto: Privat

FELDBERG. Kristof Heidmann ist Parkdesigner auf dem Seebuck. Zusammen mit Alex Scott und Henk Wendlandt gestaltet er den Snowpark. Was für den einen oder anderen nur wie im Schnee buddeln aussieht, ist für die Shapecrew anstrengender als man denkt. BZ-Mitarbeiterin Nadja Dilger sprach ihm.

BZ: Herr Heidmann, wie wurden Sie auf die Stelle als Shaper aufmerksam ?

Heidmann: Durch einen Freund erfuhr ich, dass ein neuer Shaper am Feldberg gesucht wurde.

BZ: Wie sieht Ihr Tagesablauf aus ?

Heidmann: Die Shapecrew sollte morgens, noch bevor der Lift öffnet, auf den Beinen sein, da der Snowpark kontrolliert werden muss. Es wird geschaut ob man Elemente im Park wie Boxen oder Rails freischaufeln muss, gegebenenfalls umbaut oder ob je nach Schneelage noch ein Element hinzugefügt wird. Oft werden die Formen der Elemente verändert, wie die eines Kickers. Danach geht es auf den Pistenbully, um den Park noch ein wenig zu gestalten. Tagsüber hat man frei und abends wird der Park erneut hergerichtet. Die beiden anderen Shaper haben eine Arbeitszeit von vier Stunden. Ich mache abends noch die Arbeitspläne und fahre erneut mit dem Pistenbully mit.

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BZ: Wie ist denn der Snowpark aufgebaut ?

Heidmann: Am Anfang des Parks findet man zuerst drei kleine Kicker, oder auch Schneehaufen, wie manche sie nennen würden. Neben dran befinden sich drei Butterboxen, sprich drei etwas breitere Boxen zum drüberfahren. In der Mitte trifft man auf drei Kinderboxen, die ohne Stahlkante aufgestellt wurden, zwecks Verletzungsgefahr. Links befinden sich drei Rails, oder auch lange Geländer, gefolgt von einem Kicker und einem Uprail. Weiter unten findet man das Multiobstacle, ein Wallride und einen Reifen. Am Ende des Parks stehen noch drei kleine Kicker, eine Rail, eine Box und ein Jibfass. Im Prinzip alles Gegenstände, über die gute Snowboarder oder Skifahrer fahren können. Derzeit haben wir 24 Elemente stehen. Durch Sponsoring und finanzieller Unterstützung der Gemeinde Feldberg, sowie dem Liftverbund, wurde der Ausbau des Parks erst ermöglicht und wir können derzeit die wohl längste Jibline Deutschlands bieten.

BZ: Ist die Anzahl der Elemente für einen Snowpark die Norm oder wie sieht es in anderen Skigebieten aus?

Heidmann: Für das Skigebiet mit den relativ kurzen Pisten ist der Park bereits etwas größer als in vielen anderen Gebieten. Aber als Relation zu anderen, ist er eher klein bis mittelgroß. In großen Snowparks wie Mayrhofen (Österreich) oder in Laax(Schweiz), sind 80 Elemente und mehr vorhanden.

BZ: Was denken Sie, welche Vorteile bietet der Snowpark Feldberg ?

Heidmann: Der Vorteil liegt sicher darin, dass die Elemente nicht nebeneinander liegen, sondern nacheinander. Somit kann man mehr Elemente während einer Abfahrt benutzen. Auch, dass der Lift sehr nahe ist, ist ein Pluspunkt, sowie der Preis für die Liftkarten, wenn man diese mit Preisen aus der Schweiz vergleicht.

BZ: Was für Rückmeldungen gibt es ?

Heidmann: Bisher nur Positives. Es gibt Tage, da ist die Piste leer, aber im Park boomt es. Aber irgendjemand meckert immer.

BZ: Wird der Snowpark vom Liftverbund Feldberg selbst gesteuert ?

Heidmann:
Nein, das Ganze läuft über Qparks. Qparks ist eine junge Marketingfirma aus Österreich, die sich um Snowparks kümmert und in Österreich für den besten europäischen Snowpark ausgezeichnet wurde. Qparks vermarktet die Snowparks und sucht Sponsoren. Aber am Wichtigsten ist ihnen die Sicherheit. So wird auf dem Feldberg darauf geachtet, dass der Park familiengerecht ist. So wird jeder Park an das jeweilige Skigebiet angepasst. Das Q steht für Qualität.

BZ: Was bietet Qparks noch?

Heidmann: Auf der Snowpark Feldberg Internetseite gibt es Gewinnspiele von Qparks. Zudem werden Fotoshootings angeboten. Das beste Foto kann etwas gewinnen. Heute, Samstag, macht die Qparks Tour auf dem Feldberg halt und ist erstmals in Deutschland. Insgesamt gibt es 80 Startplätze. Zu Gewinnen gibt es Preisgeld von 2000 Euro. Am Tag selbst werden die besten Tricks auf Kicker und Co. bewertet.

BZ: Was bedeutet dies an Arbeit für die Shapecrew ?

Heidmann: Wir müssen den Park absperren und die Elemente umstellen, einen zweiten Kicker aufbauen. Für den Contest selbst wird eine Box stehen, ein Rail, zwei Kicker und das Multiobsticle.

BZ: Auf was darf man sich noch demnächst im Snowpark freuen?

Heidmann: "Auf die Chill And Destroy Tour die am Samstag, 11. Februar vor Ort ist und bei der sich die Snowboarder in einem Contest erneut beweisen können.

Autor: nad