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08. Februar 2010 18:20 Uhr

Interview

Todesfall am Feldberg: Drei Fragen an die Bergwacht

Die Polizei hat die Leiche eines vermissten Snowboarders am Feldberg gefunden. Er war betrunken und ist erfroren. Wie hätte sich das verhindern lassen? Drei Fragen an Uwe Männel von der Bergwacht.

  1. Der tief verschneite Feldberg. Foto: Hans-Peter Ziesmer

BZ: Wie reagiert der Körper bei Minusgraden auf übermäßigen Alkoholkonsum?
Männel: Alkohol erweitert die Gefäße. Das Blut sackt in die äußeren Gliedmaßen, die Blutzirkulation wird beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die Wahrnehmung stark beeinträchtigt ist. Der Alkohol scheint zu wärmen, tatsächlich aber besteht bereits in diesem Moment die Gefahr zu erfrieren.

BZ: Wie soll sich ein Betrunkener verhalten, der die Orientierung verliert?
Männel: Man sollte nicht auf die Piste gehen. Die Gefahr einer Kollision mit anderen Skifahrern steigt, je mehr die Wahrnehmung durch den Alkohol getrübt ist. Außerdem sollte der Angetrunkene sich nicht von anderen absondern oder in unbewohnte Gebiete gehen.

BZ: Wenn sich ein stark Angetrunkener trotzdem verläuft – was tun?
Männel: Er sollte sofort versuchen, der eigenen Spur zu folgen und so zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. Wichtig ist außerdem, den aktuellen Standort immer wieder zu orten.

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Autor: Minh Duc Nguyen