Von Wölfen und Bären

Text und Fotos von Eva Korinth und Tobias Loibenböck

Von Text, Fotos von Eva Korinth & Tobias Loibenböck

Di, 13. Februar 2018

Feldberg

Tag und Nacht: Feldberger Narren ziehen durch die Dunkelheit, in Schluchsee gibt’s Spaß bei Tag.

Narri Narro schallt es in diesen närrischen Tagen durch jedes Dörfle und Städtle. Und am Fasnetsundigobend hallten die Rufe auch durch die Gassen in Feldberg. Rund um den Dorfplatz in Altglashütten am Fuße des Rathauses tummelte sich erwartungsvoll eine kunterbunte Schar junger und erfahrener Narren in Erwartung des Nachtumzugs. Um warm zu bleiben, tanzten die Narren auf der Stelle.

Der Feldberger Nachtumzug war klein aber fein: Zwei Musikkapellen spielten stimmungsvolle Lieder, fünf Häsgruppen und drei (Hand-)Wagen der Feldberger Wagenbauer bildeten den Umzug. Die Trachtenkapellen Falkau-Raitenbuch und Altglashütten spielten auf ihren verschneiten Instrumenten Fasnetlieder. Die Bärenzunft aus Bärental hatte Verstärkung von Hästrägern aus Todtnau, den Schatzsuchern und den Blätzli-Narren erhalten. Die Gluggere, die eine tolle Frauenfasnet feierten, gackerten mit und aus Raitenbuch kamen auch die Tubaksbuebe nach Altglashütten. Die Hästräger verteilten Süßes für die Kleinen am Wegesrand und schnappten sich ab und an ein junges Maidli als Wegbegleiterin. Ihre Trauer taten die Feldberger Wagenbauer kund mit einem Sarg. Einen großen Wagen haben sie gebaut und drei Handwagen dazu.

Nach dem Umzug ging es für alle Teilnehmer schnurstracks zur Feldberghalle zur Party, wo je nach Kondition bis in den Fasnetmendig hinein gefeiert wurde.

Egal ob karibisch als Pirat, mexikanisch mit Riesensombrero oder alemannisch mit traditionellem Häs: Die Narren beim Fasnetmendigumzug in Schluchsee heizten der Stimmung mal wieder richtig ein und das trotz Kälte und Schneefall. Auch die vielen Besucher und Fasnetfans kamen bei den bunten Kostümierungen und den beeindruckenden Narrenwägen voll auf ihre Kosten. Angeführt vom Schluchseer Musikverein, der sich schon aus der Ferne ankündigte, folgten die Schluchseeglunkis, die sich ihren Weg in Richtung Rathaus bahnten. Die danach heranziehenden Fulefürste Bollimänkl machten sich ihren Spaß mit einer Wanne voll Sägespäne, in der das eine oder andere Maidle baden gehen durfte. Kreativ ging es dann auch bei den folgenden Narrenwagen zu. Von einer rollenden mexikanischen Bar, über eine Insel voll närrischer Piraten bis hin zu einer fahrbaren Sauna, in der das Häs auch mal freizügiger sein durfte, war alles dabei. Auch der berühmte Wolf vom Schluchsee wurde mit einer Hommage in Form eines Hexenwagens nicht vergessen.

Zum Aufwärmen machten sich die Zuschauer und Hästräger dann auf in die Schluchseehalle, wo auch die Prämierung für das beste Kostüm bekannt gegeben wurde.

Mehr Fotos gibt es unter: http://mehr.bz/feldschluch