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03. Juli 2012
Feucht-fröhliches Treiben
Kenzinger Elzregatta war am vergangenen Sonntag wieder eine besondere Gaudi.
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Für kurze Zeit stieg der „Fischbesatz“ der Elz stark an. Bei der Wonnentaler Brücke wurden fast 1000 Plastiktierchen eingesetzt. Drei Minuten später war der Spuk mit der Zielankunft beim Fischli-Rennen vorbei. Foto: Werner Schnabl
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Trotz widrigen Bedingungen herrschte bei der Elzregatta beste Stimmung. Foto: Werner Schnabl
KENZINGEN (BZ). Das Grundelement Wasser war vorherrschend bei der sechsten Elz-Regatta, die die Narrenzunft "Welle-Bengel" am Sonntag veranstaltete. Einige Flusspiraten bekamen das erfrischende Nass beim Kentern von unten zu spüren, die vielen interessierten Beobachter kamen in den Genuss einer Dauerberieselung von oben. Von Absinken keine Spur: Gewonnen hat die Wasserschlacht die Titanic-Besatzung, die sich im Finale gegen die "Regenreifen" durchgesetzt hatte.
Die Sport-Wettfahrten auf der Elz erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Die Bedingungen waren für alle sieben startberechtigten Boote gleich.Freien Lauf hatten die Konstruktionsgedanken der Hobby-Ingenieure, die ihre fließenden Kisten, Barkassen oder Flöße Originalität einhauchten und flussabwärts mit Rückenwind zuallererst ein Umkippen verhindern wollten.
Das Starterfeld hatte klangvolle Namen. Mit "So good, so bad, so ugly" gingen beispielsweise erfahrene Ruderer an den Start, die mehrfach das Wasser küssten. Die Paddler des "Stammbaums der Üsenberger" erlebten die Endrunde ebenfalls nur als triefende Zuschauer. Das gleiche feuchte Schicksal erlebte die Polit-Galeere, die sich das Motto "Bürgermeisterwahl 2016" gab, aber kurs- und orientierungslos baden ging. Ihren Stapellauf lieferten die "Azzuro angelo" ab, deren südländisches Temperament nicht ausreichte, um sich in die Elite zu paddeln.
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Der Zeremonienmeister der Welle-Bengel, Reiner Bieber, hätte sich sicherlich für seine Kommentierungen der Rennverläufe einen ambitionierten Schirmherren gewünscht, doch auch er musste der Witterung mit nassen Füßen im Uferbereich Tribut zollen, sprach den Teilnehmern aber auch Respekt und Anerkennung aus, dass sie sich trotz der Regengüsse nicht von einer Teilnahme abhalten ließen.
Kurios dann das erste Halbfinale. Die britische Dynastie "So good, so bad, so ugly" war kurz vor dem Start regelrecht abgesoffen. Deren Gegner von der "Titanic" waren somit obenauf und erreichten den Endlauf. Anscheinend hatte das Damenteam von "Regenreifen" das richtige Profil, denn ihr couragierter Auftritt gegen die "Space Runner" zeugte von stromlinienförmiger Grazie, die bis ins Finale reichte.
Dort trafen sie auf das Titanic-Team. Diese hatte in dem eisfreien Gewässer beste Voraussetzungen, die Regatta für sich zu entscheiden. Das Gondeln um Platz drei fiel buchstäblich ins Wasser. Die "Space Runner" durften sich für ihre kollektive Gesamtleistung über Rang drei freuen.
Pünktlich zur Siegerehrung heiterte der Himmel auf. Zumindest die Prämierung konnte trockenen Fußes vonstatten gehen. Im Rahmenprogramm wurde das beliebte Fischli-Rennen angeboten. Über 900 nummerierte knallrote Plastiktierchen wurden in das Gewässer eingelassen. Die Besitzer der zehn schnellsten Fischlis durften sich über Geld- und Sachpreise freuen.
Autor: wes





